Neuer BKA-Präsident will digitale Kriminalität bekämpfen

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Holger Münch

Bremen - Holger Münch weiß, dass er als neuer Chef des Bundeskriminalamtes vor einer großen Aufgabe steht. Zu den größten Herausforderungen zählt er die Cyberkriminalität.

Der künftige Chef des Bundeskriminalamtes (BKA), HolgerMünch, will einen Schwerpunkt bei der Bekämpfung der digitalen Kriminalität setzen. Die Cyberkriminalität entwickle sich sehr schnell weiter. „Polizeien haben Schwierigkeiten, dieser Dynamik zu folgen“, sagte Münch am Freitag in Bremen. Die Sicherheitsbehörden müssten künftig über die Grenzen von Bund und Ländern hinweg enger zusammenwachsen. „Wir werden auch überlegen müssen, ob wir gemeinsame Kompetenzzentren bilden. Nicht jeder kann alles leisten.“ Der Vorteil dieser Entwicklung sei, dass man sich viel stärker auf gemeinsame Standards einigen müsse. Die Entschlüsselung von Daten sei nur mit sehr teurer Technik möglich. Dafür seien ganze Entschlüsselungszentren nötig.

„Sie müssen versuchen, da mit einer entsprechenden Power gegenzuhalten“, sagte Münch. Dafür brauche man Personal und Geld. „Das schafft nicht mehr eineBehörde alleine.“ Münch war bisher Staatsrat in der Bremer Innenbehörde. Der 53-Jährige tritt am 1. Dezember die Nachfolge von Jörg Ziercke an der Spitze des BKA mit 5500 Mitarbeitern an. Er wolle die Behörde und seine Beamten in vielen Gesprächen zunächst gründlich kennenlernen, sagte er. In Bremen habe er sich als Staatsrat und Polizeipräsident mit verschiedenen Strukturreformen befasst und gleichzeitig gelernt, sich im politischen Raum zu bewegen. Das werde ihm bei der neuen Aufgabe hoffentlich helfen, sagte Münch.
dpa

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