Abschlussbericht der Polizei

Große Drogenkontrolle: Mehr als 1200 Fahrer überprüft

Bremen - Die Bilanz der jüngsten Drogenkontrollen hat auch die Spezialisten entsetzt: Ein Polizeisprecher verweist auf „erschreckende Zahlen“. Innerhalb von drei Tagen hat die Bremer Polizei 1235 Autofahrer auf Drogen überprüft. Bereits am ersten Tag deutete sich diese Zahl ab.

431 Urintests wurden veranlasst. 101 Autofahrer wurden „angezapft“. Die Fahrer stehen folglich in Verdacht, unter Drogen am Steuer gesessen zu haben. „Selbst ein Fahrschüler musste sich einer Blutentnahme unterziehen“, sagte der Polizeisprecher. „Bei den betroffenen Fahrern bestand nach Anwendung eines Testverfahrens und dem Einsatz von Drogenvortestgeräten der begründete Verdacht einer Drogenbeeinflussung.“

Die Drogenerkennung im Straßenverkehr zählt zu Schwerpunktaufgaben der Polizei. „Hauptunfallursache für viele Verkehrsunfälle ist die Beeinträchtigung durch psychoaktive Substanzen wie Alkohol, Drogen und bestimmte Medikamente“, sagte der Sprecher. Es sei aber schwer, „drogenbeeinflusste“ Fahrer aus dem Verkehr zu ziehen. Die Polizei geht daher auch von einer hohen Dunkelziffer nicht erkannter Fahrten unter Drogeneinfluss aus. Die Polizei war in dieser Woche mit 123 Kräften an diversen stationären Kontrollstellen im Einsatz. Diese wurden von zwei Teams des Zolls und vier Rauschgiftspürhunden unterstützt.

Und natürlich ist den Ordnungshütern kräftig Beifang ins Netz gegangen. Der Polizeisprecher listete Anzeigen wegen „Fahrens ohne Fahrerlaubnis“, „Fahrenlassens ohne Fahrerlaubnis“ sowie Verstöße nach dem Betäubungs- und nach dem Waffengesetz auf. Schlagstöcke und Einhandmesser wurden beschlagnahmt. Ein finnischer Autofahrer musste 1 350 Euro Sicherheitsleistung hinterlegen, bevor er seinen Weg „natürlich ohne Auto“ fortsetzen durfte, so der Sprecher. Bei einer Wohnungsdurchsuchung seien schließlich 850 Gramm der synthetischen Drogen „Slice“ sowie 650 Gramm Marihuana sichergestellt worden.

je

Rubriklistenbild: © dpa

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