Großbauprojekt nimmt Gestalt an / Eröffnung erster Geschäfte im Dezember

Das „Mühlenviertel“ wächst

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Die Stadthäuser „Salix“ im „Mühlenviertel“.

Bremen - Von Steffen Koller. Das „Mühlenviertel“ in Bremen wächst weiter und immer mehr Interessenten kommen hinzu. Das Erdgeschoss des sogenannten „Baufeld 12“, dem Areal für Gewerbe- und Geschäftsräume, ist mittlerweile voll vermietet. Neben Drogerie- und Supermarktkette haben sich auch eine Apotheke sowie ein Friseurladen im „Herzstück“ des Areals einen Platz gesichert.

Reges Treiben gestern auf dem 77 000 Quadratmeter großen ehemaligen Post/Telekom-Gelände hinter der Horner Mühle. Glaser setzen Scheiben ein, Kräne transportieren Materialien von A nach B, Beton wird gegossen. Das „Mühlenviertel“ nimmt Gestalt an.

Für das „Herzstück“ des Areals, wie es die Immobilienfirma Robert C. Spies, die für die Vermietung zuständig ist, nennt, konnten jetzt zwei weitere Interessenten gefunden werden. Eine Friseurkette sowie ein regionaler Apotheker sorgen so für eine Vollvermietung des insgesamt 6800 Quadratmeter großen Erdgeschoss im Geschäftsgebäude. Bereits 2014 entschieden sich die Supermarktkette Rewe sowie das Drogeriegeschäft „DM“, dort einzuziehen.

Mit einer Eröffnung von Geschäften im „Forum“ – so soll das Gebäude später heißen – kann bereits Anfang Dezember gerechnet werden, sagte Jens Tittmann, Sprecher des Bauressorts. Genaue Angaben bis wann das „Mühlenviertel“ an sich fertig sei, konnte er nicht machen. „Bisher ist alles im Zeitrahmen“, so Tittmann, der anfügte, dass dies auch mit der „sehr geringen Anzahl“ an Klagen von beispielsweise Anwohnern zusammenhänge. Die verantwortliche Immobilienfirma konnte auf Nachfrage ebenfalls keinen Termin oder Zeitrahmen nennen.

Aktuell sind laut Tittmann 52 Geschosswohnungen fertiggestellt. Im nächsten Schritt sollen Reihenhäuser, die insgesamt 33 Wohnungen beherbergen, angegangen werden. Im Gewerbebereich seien bislang der 2000 Quadratmeter große Rewe-Markt sowie ein dazugehöriges Café weitgehend fertiggestellt. Hinzu kommen im zweiten Bauabschnitt unter anderem ein Biomarkt (400 Quadratmeter) und eine Postfiliale.

Das zukünftige „TrendQuartier“, so heißt es auf der Internetseite der zuständigen Baugesellschaft „Domoplan“, wird laut Planung zu zwei Drittel aus Wohnflächen bestehen, ein Drittel ist für Gewerberäume vorgesehen. Rund 340Wohneinheiten sollen entstehen – zum einen die Mehrfamilienhäuser „Primus“, zum anderen Stadthäuser namens „Salix“. Bereits zur Grundsteinlegung waren 35 von insgesamt 52Wohnungen der im Reihenhaus-Stil gestalteten Objekt, verkauft oder reserviert.

2013 startete das Projekt „Mühlenviertel“. Bei der Grundsteinlegung Anfang 2014 sagte Bremens damaliger Bürgermeister Jens Böhrnsen (SPD), dass mit dem Großprojekt „ein neues urbanes Zentrum“ wachsen solle. Vor Baubeginn mussten zunächst mehrere acht- bis zwölfstöckige Gebäude abgerissen werden, mehr als 60 000 Tonnen Recyclingmaterial kam dabei zusammen, was für die Wiederverwendung aufgearbeitet werden musste.

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