Weiblicher Radsport-Schwerpunkt

Outdoormesse „Draußen“: „Frauen in Fahrt bringen“

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Sie stehen drinnen, aber sie werben für die Messe „Draußen“: Projektreferentin Bianca Witte (l.) und die Bremer Trainerin und Radsportlerin Sabine Gäthje im „Alex“(Domshof).

Bremen - Von Thomas Kuzaj. Frauen im Radsport – in diesem Jahr Themenschwerpunkt der Fahrrad- und Outdoormesse „Draußen“. Am Sonnabend und Sonntag, 10. und 11. März, präsentieren 150 Aussteller auf der Bürgerweide Ausrüstung, Zubehör und Räder – vom Faltrad bis zum Trekking- und Mountainbike.

Zu den Highlights zählen beispielsweise leistungsstärkere E-Bikes, die seltener aufgeladen werden müssen, und ein Faltschloss, das Diebe mit einem 100 Dezibel lauten Alarm abschrecken – wenn nicht gar: verscheuchen – soll. Und eben Rennräder.

Dass es die auch in Damen-Versionen gibt, wirkt selbstverständlich, ist es aber noch nicht seit sehr langer Zeit. Die Industrie hat die Zielgruppe Frau durchaus im Blick, doch Veranstalter und Vereine können durchaus noch aufholen, heißt es.

„Ich mache seit 30 Jahren Radsport“, sagt die Bremer Trainerin Sabine Gäthje (Bremen 1860). „Als ich anfing, gab es keine Rennräder für Frauen und ich war ein totaler Exot. Es gab nichts anzuziehen – und mein erstes Rennrad hat mir ein Kumpel aus einzelnen Komponenten zusammengeschraubt.“

Unterschied zwischen Frauen- und Herren-Rennrad

Heute bieten alle namhaften Hersteller Rennräder für Frauen an, sagt Gäthje. Was unterscheidet ein Frauen- von einem Männer-Rennrad? Nun, so manches unterscheidet die Geschlechter ja – und das spiegelt sich dann auch in den Rädern wider. „Die körperlichen Voraussetzungen von Frauen sind anders“, sagt Gäthje.

Kleinere Hände, schmalere Füße – lauter kleine Unterschiede, die berücksichtigt werden müssen. „Die Rahmengeometrie ist anders, der Rahmen des Frauenrads ist kompakter.“ Vom Lenker bis zur Bremse werde alles „dem Frauenkörper angepasst“. Das gilt auch für Ausrüstung und Zubehör: „Die Hosen sind anders gepolstert.“

Seit etwa zehn Jahren, so heißt es, nehmen Frauen im Radsport Fahrt auf. Es könnte aber halt noch mehr Schwung reinkommen – und eben hier setzt die Messe „Draußen“ mit ihrem Damen-Schwerpunkt an. „Es gibt noch keine richtig etablierte Szene“, sagt Gäthje.

Parallel läuft die Trendsport-Messe „Passion“

„Frauen in Fahrt zu bringen, lautet unsere Devise. Dabei spielen Vorkenntnisse keine Rolle, wir haben ein Rundumpaket geschnürt“, sagt Projektleiterin Silke Günther, die selbst eine ambitionierte Radlerin ist. Dazu gehören beispielsweise Vorträge und Indoor-Fahrtechniktrainings der erfolgreichen Mountainbikerin Kerstin Kögler. In der „Lady’s Lounge“ finden Interessentinnen dann für Frauen entwickelte Mountainbikes und Rennräder, Zubehör sowie Tipps zu Veranstaltungen. Auch eine Gruppen-Ausfahrt mit Trainerin Sabine Gäthje gehört zum Programm.

Wer ein Rad kauft, kann es noch auf der Messe vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) codieren lassen. Zudem informieren Veranstalter über Aktivurlaube. Auch Mountainbike-Workshops hat die „Draußen“ im Angebot. Und eine „Triathlon-Lounge“ mit Infos zu Themen wie Trainingsplanung, Ernährung und Events – für Männer und Frauen.

Parallel zur „Draußen“ läuft die Trendsport-Messe „Passion“. In den Hallen 4 bis 7 auf der Bürgerweide geht‘s an beiden Tagen in der Zeit von 10 bis 18 Uhr rund. Die Tageskarte kostet neun Euro, ermäßigt 7,50 Euro.

www.draussen-bremen.de

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