Feuerwehr rettet 37 Menschen aus brennendem Haus

Bremen - Die Bremer Feuerwehr hat in der Nacht zum Dienstag 37 Menschen aus einem brennenden fünfstöckigen Haus gerettet. Als die Einsatzkräfte ankamen, brannte die komplette Geschäftszeile im Erdgeschoss, teilte die Feuerwehr mit.

Die Menschen in den vier Stockwerken darüber konnten ihre Wohnungen nicht mehr verlassen. Die Feuerwehr befreite sie teilweise über tragbare Leitern aus dem brennenden Haus. Eine Person kam mit Verdacht auf eine Rauchvergiftung ins Krankenhaus, sonst wurde niemand verletzt. 120 Einsatzkräfte waren vor Ort. Gegen 2 Uhr morgens war der Brand gelöscht. Den Sachschaden schätzt die Feuerwehr auf 250 000 Euro. Die Kriminalpolizei hat Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen.

Im Erdgeschoss des Gebäudes befand sich ein Deutsch-Türkischer Kulturverein. Die Ursache des Feuers ist derzeit noch ungeklärt. Die Brandermittler der Kriminalpolizei haben ihre Arbeit aufgenommen. Mit einem Ergebnis ist nicht vor morgen zu rechnen.

Update um 12.45 Uhr:

Hinweise auf eine vorsätzliche Brandstiftung liegen nicht vor.

Die Kriminalpolizei hat mit Unterstützung eines externen Sachverständigen am Dienstag ihre ersten Ermittlungen am Brandort beendet. Die Experten fanden keine Anhaltspunkte auf einen vorsätzlich gelegten Brand. Es wurden weder Einbruchspuren noch Brandbeschleuniger oder ähnliches gefunden.

Die weiteren Ermittlungen und Befragungen durch die Polizei dauern an.

Die Meldung der Feuerwehr im Wortlaut:

"Am 18. Juni 2013, um 00.46 Uhr, wurde der Feuerwehr- und Rettungsleitstelle ein Feuer in der Straße Lüssumer Heide, im Stadtteil Lüssum-Bockhorn gemeldet. Aufgrund der Vielzahl der eingehenden Notrufe wurden der Einsatzleitdienst, die Feuerwachen 5 und 6, die Freiwillige Feuerwehren Farge und Blumenthal sowie den Rettungsdienst zur Einsatzstelle alarmiert.

Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte brannte in einem fünfgeschossigen Wohn- und Geschäftsgebäude die vorgelagerte Geschäftszeile im Erdgeschoss in voller Ausdehnung. Die Bewohner aus den vier Geschossen über den Geschäften konnten ihre Wohnungen nicht mehr verlassen.

Aufgrund der ersten Rückmeldung und der massiven Nachforderung an Einsatzkräften löste die Feuerwehr- und Rettungsleitstelle das Einsatzstichwort „Massenanfall von Verletzten“ aus. Bei diesem Einsatzstichwort werden massiv Einsatzkräfte aus Rettungsdienst und Feuerwehr alarmiert. Zusätzlich dazu wurden der Amtsleiter, der Direktionsdienstbeamte sowie der Leitende Notarzt und der Organisatorische Leiter Rettungsdienst zur Einsatzstelle geschickt.

Insgesamt wurden 54 Fahrzeuge mit etwa 120 Einsatzkräften zur Einsatzstelle alarmiert.

37 Personen wurden von der Feuerwehr, teilweise über tragbare Leitern, aus dem Gebäude gerettet.

Eine Person wurde mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung in ein Krankenhaus transportiert.

Das Feuer wurde von drei Trupps unter Atemschutz mit 2 C-Rohren und einem B-Rohr bekämpft und gelöscht. Aus dem vorgelagerten Geschäft wurde eine Gasflasche geborgen, in einen sicheren Bereich verbracht und dort gekühlt. Um 2 Uhr wurde vom Einsatzleiter „Feuer aus“ gemeldet. Den entstandenen Sachschaden schätzt er auf ca. 250.000 Euro. Die Kripo hat die Brandursachenermittlung aufgenommen.

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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