67-Jähriger im Krankenhaus

Maskenverweigerer schlägt und tritt in Bremen auf Tankwart ein

Polizeiauto mit Blaulicht.
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Der 21-jährige Schläger stellte sich später der Polizei.

Weil er einen Kunden auf die Maskenpflicht aufmerksam machte, wurde ein 67-Jähriger am Mittwoch von einem Mann in Gröpelingen schwer verletzt.

Bremen – Ein 67-Jähriger musste am Mittwoch, 20. Oktober 2021, ins Krankenhaus gebracht werden, weil er von einem Maskenverweigerer zusammengeschlagen und -getreten wurde. Wie die Polizei Bremen berichtet, betrat ein 21-Jähriger den Verkaufsraum der Tankstelle an der Stapelfeldstraße in Bremen-Gröpelingen ohne Mundnasenschutzmaske. Er wollte seine Benzinrechnung bezahlen.

Stadt in Bremen:Bremen
Fläche:326,7 km²
Bevölkerung:569.352 (2019)
Bürgermeister:Andreas Bovenschulte

Der 67 Jahre alte Tankwart machte ihn auf die Tragepflicht aufmerksam. Nach einem verbalen Streit verließ der Kunde den Raum und kehrte wenig später mit aufgesetzter Maske zurück. Er schlug auf den 67-Jährigen ein und trat mehrfach gegen den Körper des am Boden liegenden Mannes. Anschließend entfernte sich der Angreifer mit dem Auto.

Bremen: Maskenverweigerer schlägt und tritt auf Tankwart ein – Täter stellt sich

Der Tankwart musste von einem Rettungswagen zur ambulanten Behandlung in ein Krankenhaus gebracht werden. Der 21 Jahre alte Russe kehrte wenig später zum Tatort zurück und stellte sich der Polizei. Die weiteren Ermittlungen gegen ihn wegen gefährlicher Körperverletzung, Sachbeschädigung und Diebstahl dauern an, teilte die Polizei mit.

Erst am Donnerstag, 21. Oktober 2021, warnte der niedersächsische Verfassungsschutzpräsident Bernhard Witthaut vor weiteren Gewalttaten aus dem Kreis der Corona-Leugner und sogenannten Querdenker. Im Gespräch mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ sagte er: „Die Zeit der großen Demonstrationen gegen Corona-Maßnahmen scheint zwar vorbei zu sein. Aber gerade im Internet ist zu beobachten, wie Äußerungen immer radikaler werden.“ Mittlerweile werde offen zum Umsturz aufgerufen. „Die fortschreitende Radikalisierung von Teilen der Bewegung birgt Gefahren“, betonte der Verfassungsschutzpräsident. Aus dem irregeleiteten Weltbild heraus könnten sich auch künftig Menschen berufen fühlen, zu extremen Mitteln zu greifen.

Witthaut verwies auf die tödliche Attacke auf einen Tankstellen-Mitarbeiter in Idar-Oberstein (Rheinland-Pfalz). Der 20-Jährige war Mitte September von einem Kunden erschossen worden, nachdem er ihn mehrfach auf die coronabedingte Maskenpflicht aufmerksam gemacht hatte. „Das ist ein extremes Beispiel, wohin sich diese Radikalisierung bei Einzelpersonen entwickeln kann“, sagte Witthaut. Die Gefahr vergleichbarer Taten sei real. (Mit Material der dpa) * kreiszeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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