Bremen legt bei frühkindlicher Bildung zu

Gütersloh - Das Land Bremen investiert mehr für die frühkindliche Bildung und Betreuung als Niedersachsen. Zu diesem Ergebnis kommt der „Ländermonitor frühkindliche Bildungssysteme 2010“ der Gütersloher Bertelsmann Stiftung.

Im Jahr 2007 gab demzufolge das Land Bremen durchschnittlich 2650 Euro für jedes Kind unter sechs Jahren aus. Das sind 16 Prozent mehr als 2005. In Niedersachsen wurde der Betrag in diesem Zeitraum ebenfalls um 16 Prozent gesteigert, dennoch gab das Flächenland nur rund 2000 Euro für Kita oder Tagespflege aus, teilte die Stiftung am Montag mit.

Im Vergleich mit anderen Ländern liege Niedersachsen damit an vorletzter Stelle, Bremen immerhin über dem Durchschnitt der westdeutschen Länder. Letztes Land wurde Schleswig-Holstein, den Spitzenplatz schaffte Berlin.

In Niedersachsen habe im vergangenen Jahr mehr als jeder zehnte Einjährige eine Kindertageseinrichtung besucht oder sei in Tagespflege betreut worden, schreibt die Stiftung. Bei den Zweijährigen seien es mehr als 24 Prozent gewesen. In Bremen waren es knapp 14 Prozent der Einjährigen und gut 26 Prozent der Zweijährigen. Der Durchschnitt der westlichen Bundesländer liege bei 12,4 Prozent bei den Einjährigen und bei 29,7 Prozent in der Altersklasse der Zweijährigen.

Auch die frühkindliche Bildung habe deutlich an Stellenwert zugenommen, heißt es in der Untersuchung der Stiftung. Bremen baue seit einigen Jahren die Plätze für Unter-Dreijährige aus. Der Zwei-Städte-Staat habe 2007 mit seinen Investitionen in diesem Bereich zwar über dem bundesdeutschen Durchschnitt mit 2550 Euro und dem Schnitt der westdeutschen Länder (2400 Euro) gelegen, aber unter den Durchschnitts-Ausgaben der ostdeutschen Länder mit rund 3000 Euro. Am meisten gab Berlin mit 4150 Euro pro Kind aus. Den größten Anteil der Investitionen in Kitas und Tagespflege machen Personalkosten aus.

„Wer bei den Investitionen in die frühkindliche Bildung und Erziehung spart, zahlt in der Zukunft drauf“, betonte der für Bildung zuständige Vorstand der Bertelsmann Stiftung, Jörg Dräger. Investitionen in frühkindliche Bildung rechneten sich, das zeigten eigene, aber auch internationale Untersuchungen.

Der Monitor wurde vom Forschungsverbund Deutsches Jugendinstitut/Technische Universität Dortmund erstellt, indem die Daten der aktuellen Kinder- und Jugendhilfestatistik 2009 ausgewertet wurde.

Rubriklistenbild: © dpa

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