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„Tag des offenen Denkmals“: Die Macht und die Pracht

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„Macht und Pracht“ ist das Motto – der „Tag des offenen Denkmals“ wird am Sonntag, 10. September, um 11 Uhr im Haus Schütting am Bremer Marktplatz eröffnet. Um 13, 14, 15 und 16 Uhr folgen Führungen durch den Handelskammer-Sitz. - Foto: Kuzaj
„Macht und Pracht“ ist das Motto – der „Tag des offenen Denkmals“ wird am Sonntag, 10. September, um 11 Uhr im Haus Schütting am Bremer Marktplatz eröffnet. Um 13, 14, 15 und 16 Uhr folgen Führungen durch den Handelskammer-Sitz. © Kuzaj

Bremen - Von Thomas Kuzaj. „Macht und Pracht“ – unter diesem Motto steht er in diesem Jahr, der „Tag des offenen Denkmals“. Und beleuchtet damit nur einen – wenngleich einen sehr populären – Aspekt denkmalpflegerischer Arbeit. Schließlich zählt auch der Schutz „nicht prächtiger, nicht machtvoller“ Denkmale dazu, so Professor Georg Skalecki, Bremens Landeskonservator. In Bremen stehen am Sonntag, 10. September, etwa 60 Bauwerke und Orte auf dem Programm.

„Macht und Pracht“ – zur Eröffnung geht es um 11 Uhr ins Haus Schütting, den Sitz der Handelskammer am Marktplatz. Neben Präses Harald Emigholz werden dort Bürgermeister und Kultursenator Carsten Sieling (SPD) und eben Skalecki sprechen. Der Landeskonservator kündigte an, aus gegebenem Anlass einige Worte zum Thema Stadtgestaltung sagen zu wollen, denn: „Stadtgestaltung ist auch ein Teil von Denkmalpflege.“

Lloydhof, Kontorhaus Langenstraße und „Jacobs-Hof“, neue Rundläufe durch mögliche neue Passagen, ein neues Wohnquartier im Schatten des früheren Jacobs- und jetzigen Mondelez-Sitzes, der mächtige Kühne-und-Nagel-Neubau: Bremens Stadtbild steht vor so einschneidenden Veränderungen wie lange nicht mehr.

Und nun meldet sich eine Initiative zu Wort, die das vielzitierte Rad der Zeit zurückdrehen will. Der Verein „Historisches Stadtbild Bremen“ will die einst stadtbildprägende, im Zweiten Weltkrieg schwer zerstörte und anschließend nicht wieder aufgebaute St.-Ansgarii-Kirche rekonstruieren – und den früheren (machtvollen) Sitz des Norddeutschen Lloyd auf dem Galeria-Kaufhof-Areal gleich auch noch.

Die frühere Bremer Bank am Domshof zählt zu den Themen eines Rundgangs. - Foto: Kuzaj
Die frühere Bremer Bank am Domshof zählt zu den Themen eines Rundgangs. © Kuzaj

„Das ist nicht das, was wir unter Denkmalpflege verstehen“, sagt Skalecki. „Wir schützen, was da ist, was authentisch ist.“

Authentisch wäre eine Rekonstruktion eben nicht. Und es ist gerade die Atmosphäre des historisch gewachsenen Echten, die sich auch in bremischen Kassen bemerkbar macht. Vom Handwerk bis zum Tourismus – „Denkmalpflege ist auch ein Wirtschaftsfaktor“, sagt Günther Lübbe, Syndicus der Handelskammer.

Denkmalpfleger Georg Skalecki blickt auf ein Foto, das Handelskammer-Syndicus Günther Lübbe hochhält. Es zeigt die Kriegszerstörungen am Haus Schütting. - Foto: Kuzaj
Denkmalpfleger Georg Skalecki blickt auf ein Foto, das Handelskammer-Syndicus Günther Lübbe hochhält. Es zeigt die Kriegszerstörungen am Haus Schütting. © Kuzaj

Denkmalpflege ist auch ein gefragtes Thema. 16.000 Besucher seien im vergangenen Jahr beim „Tag des offenen Denkmals“ in Bremen gezählt worden, sagt Skalecki. „Für eine Stadt dieser Größenordnung ist das ein enorm großes Interesse.“ Einige der Programm-Höhepunkte in diesem Jahr:

Das komplette, stets aktualisierte Bremer Programm unter:

www.denkmalpflege.bremen.de

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