Verlässlichkeit unter Sanierungsbedingungen

Kulturressort legt Doppelhaushalt vor

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Für das Bremer Straßentheaterfestival „La Strada“ sind im Entwurf des Kultur-Doppelhaushalts 2018/19 – im Vergleich zum laufenden Jahr – jeweils 15 000 Euro mehr eingeplant worden.

Bremen - Von Thomas Kuzaj. Verlässlichkeit – das sei eines der Ziele bei der Aufstellung des Doppelhaushalts für 2018 und 2019 gewesen, heißt es im Kulturressort. Viel Spielraum gibt es nicht, weil Bremen ja die Sanierungsvorgaben einhalten muss. Die Kulturetats der Jahre 2018 und 2019 werden nun leicht auf etwa 82 Millionen Euro erhöht.

Die Haushalte 2018 und 2019 sind die letzten, die unter den bisher geltenden Sanierungsbedingungen aufgestellt werden müssen. Mit Blick darauf heißt es in einer Vorlage, „Wünsche zur Weiterentwicklung“ könnten „derzeit nicht in großem Umfang er-füllt werden“. Und: „Mit dem Ende der Sanierungsphase ab 2020 sollen sowohl die institutionellen Kultureinrichtungen als auch die freie Szene wieder verstärkt in ihrer Fortentwicklung gefördert und unterstützt werden.“ Das „verfügbare Budget“ steige 2018 gegenüber dem laufenden Jahr um etwa 2,5 Millionen Euro an, was drei Prozent entspricht. 2019 sind – wieder im Vergleich zum laufenden Jahr – zwei Millionen Euro mehr im Etat.

„Mit diesem Haushaltsentwurf können wir weiterhin die vielfältige und anspruchsvolle Kulturszene Bremens verlässlich fördern“, sagte Kulturstaatsrätin Carmen Emigholz. Große Einrichtungen gehörten ebenso dazu wie kleinere. Der Etat des Theaters Bremen bleibt bei 28 Millionen Euro. Der Entwurf sieht auch vor, dass die Haushaltsanschläge einiger Kultureinrichtungen erhöht werden.

Der Kunstverein etwa soll zukünftig 100.000 Euro mehr pro Jahr erhalten, also dann insgesamt 2,8 Millionen Euro. „Die Kunsthalle und das Übersee-Museum haben sich innovativ entwickelt. Wir haben beiden Häusern angeboten, mehrjährige Kontrakte abzuschließen, damit sie langfristige Perspektiven entwickeln können“, sagte Emigholz. „Für den Kunstverein besteht ein erhöhter Bedarf der Refinanzierung weggefallener privater Spenden und öffentlicher Arbeitsplatzfinanzierungen“, heißt es in der Vorlage des Ressorts.

Mehr Geld bekommt auch die Bildhauerwerkstatt im Gefängnis – 2018 und 2019 jeweils 90.000 Euro statt bisher 65.000 Euro. Der Haushaltsanschlag für das Straßentheaterfestival „La Strada“ steigt von 23.530 Euro auf zukünftig 38.530 Euro. Die „Breminale“ bekommt laut Planung 5 000 Euro mehr – 65.000 Euro statt 60.000 Euro. Erstmals dabei ist der Verein „KEK – Kindermuseum für Bremen“, der 10.000 Euro bekommt, was den Einstieg in eine institutionelle Förderung bedeutet.

Schon in den vergangenen Jahren haben immer mehr Einrichtungen der freien Szene feste Haushaltstitel erhalten. Davon soll nun auch die „Schaulust“ profitieren – und einen Anschlag von 30.000 Euro bekommen.

Außerhalb des Kulturhaushaltes – nämlich: im Rahmen des Gebäudesanierungsprogramms – sollen Baumaßnahmen des Übersee-Museums finanziert werden. Dort geht es um die Fortführung der schon seit längerer Zeit laufenden Fenstersanierung.

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