Auf ins „Elki“!

Bremen: Großes Kinderkrankenhaus kommt

Blick in die Intensivstation des neuen Bremer Kinderkrankenhauses.
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Blick in die Intensivstation des neuen Bremer Kinderkrankenhauses.

Bremen bekommt ein neues Kinderkrankenhaus – in wenigen Tagen ziehen die einzelnen Abteilungen dort ein. Kürzere Wege sollen Patienten, Eltern und Ärzten zugute kommen.

  • Die Kinderkliniken aus Mitte und Links der Weser kommen unter ein Dach.
  • Am 23. Februar beginnen die Klinikumzüge.
  • Bremer Kinderkrankenhaus sorgt bereits bundesweit für Aufsehen.

Bremen - Hamburg hat „Elphi“, die Elbphilharmonie; Bremen bekommt „Elki“ – das „Eltern-Kind-Zentrum Prof. Hess“ auf dem Areal des Klinikums Bremen-Mitte (KBM). Das neue große Kinderkrankenhaus wird die bisherigen Kinderkliniken aus Mitte und Links der Weser unter einem Dach vereinen. Hier spielt sozusagen demnächst die Musik in der Bremer Krankenhausmedizin für Kinder und Jugendliche. Am 23. Februar beginnen die Klinikumzüge, sagt ein Sprecher der Klinikgesellschaft Gesundheit Nord (Geno).

Krankenhausdirektorin Juliane Schulze spricht von einer „besonders aufregenden Phase“. Noch erledigen Handwerker verschiedene letzte Arbeiten, doch die Umzüge sind längst detailliert durchgeplant.

„Elki“ wird mit einer Grundfläche von 4 500 Quadratmetern eines der größten Kinderkrankenhäuser in Deutschland sein – mit vielen hochspezialisierten Bereichen, wie es heißt. Innerhalb von zwölf Tagen ziehen die Abteilungen in ihre neuen Räume ein. Neben der Kinderklinik von Links der Weser (Obervieland) sind es die Prof.-Hess-Kinderklinik samt Kinderonkologie und pädiatrischer Intensivmedizin sowie die Klinik für Kinderchirurgie und Kinderurologie.

Verschiedene Spezialdisziplinen im Bremer „Elki“

Auch die Spezialdisziplinen ziehen mit ins „Elki“: Neuropädiatrie, Lungenmedizin, Gastroenterologie (Magen und Darm), Rheumatologie. Große und helle Patientenzimmer für Kinder und Jugendliche werden in Zukunft das Bild bestimmen. Krankenhausmaskottchen „Fiete“ ist bereits eingezogen und schmückt beispielsweise den Wartebereich. Markante „Stationsstützpunkte“ sollen als zentrale Anlaufstellen in Zukunft die Schaltzentralen der Stationen bilden.

„Durch die direkte Nachbarschaft zum Klinikum Bremen-Mitte gibt es zudem eine enge Zusammenarbeit mit vielen Disziplinen aus der Erwachsenenmedizin“, erklärt der Geno-Sprecher weiter. Wichtig sei das beispielsweise für die Behandlung von Erkrankungen im Hals-Nasen-Ohren-Bereich, der Augen und der Gefäße. Die zum Teil veralteten räumlichen Strukturen waren „ein klarer Nachteil in den alten Gebäuden“, heißt es.

Elefanten an den Wänden: Blick in einen „Elki“-Behandlungsraum. Ab 23. Februar ziehen die einzelnen Abteilungen ins neue „Eltern-Kind-Zentrum Prof. Hess“ auf dem Areal des Klinikums Mitte.

„Die enge Zusammenarbeit unter den vielen Abteilungen gibt es ja bereits über viele Jahre – mit dem Unterschied, dass viele Bereiche bisher zwischen dem Klinikum Mitte und dem Klinikum Links der Weser aufgeteilt waren“, sagt Prof. Dr. Christian Lorenz, Chefarzt der Klinik für Kinderchirurgie und Kinderurologie am Klinikum Mitte. Bei Operationen etwa seien bisher oftmals umständliche Patiententransporte zwischen den Kliniken nötig gewesen. Nun komme alles unter ein Dach.

„Dieses Krankenhaus sorgt bundesweit für Aufmerksamkeit“

„Das ist ein Riesenvorteil auch für die tägliche Zusammenarbeit der Kliniken. Davon profitieren dann natürlich auch unsere zauberhaften Patienten und ihre Familien“, sagt Dr. Martin Claßen, Chefarzt der Kinder- und Jugendmedizin. Und er fügt an: „Dieses Krankenhaus ist ein Leuchtturmprojekt für Bremen und sorgt bundesweit für sehr viel Aufmerksamkeit.“ Kurzum: „Das Arbeitsumfeld, das wir hier bieten können, findet man nur selten in Deutschland. Das spüren wir bereits jetzt am gestiegenen Interesse.“

Das Elki ist nach Geno-Angaben Arbeitsplatz für etwa 400 Menschen. Sie zählen zu den insgesamt 2 700 Beschäftigten aus Medizin, Pflege, therapeutischen Berufen, Technik, Küche, Reinigung und Verwaltung, die am Klinikum Mitte arbeiten.

Die Baukosten für das „Elki“ liegen bei etwa 70 Millionen Euro, so der Geno-Sprecher. Sie sind Teil der auf 350 Millionen Euro bezifferten Gesamtkosten für den Neubau des Klinikums Mitte, das neben dem 2019 eröffneten Erwachsenen-Neubau eben auch das neue Kinderkrankenhaus umfasst.

In einem ersten Schritt war bereits vor wenigen Wochen die Kinder-Notfallambulanz aus dem Klinikum Links der Weser zum Klinikum Mitte umgezogen. Schon seit dem 1. Februar werden Kinder-Notfälle – auch aus dem Umland – nicht mehr Links der Weser, sondern im Klinikum Mitte behandelt.

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