Konzerte am Wasser

Seebühne Bremen: Neuauflage im Juli 2022

„Versengold“ gab eines der letzten Konzerte auf der Seebühne an der „Waterfront“ vor malerischer Kulisse. 2022 erfährt die Open-Air-Spielstätte eine Neuauflage.
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„Versengold“ gab eines der letzten Konzerte auf der Seebühne an der „Waterfront“ vor malerischer Kulisse. 2022 erfährt die Open-Air-Spielstätte eine Neuauflage.

Sieben Wochen gab es die Seebühne neben dem Bremer Shopping-Center „Waterfront“. Zehntausende von Zuschauern sahen Konzerte, Comedy und mehr. Die Macher sind zufrieden. Und haben schon die ersten Zusagen für die Neuauflage im Juli 2022.

Bremen – Es war ein Wagnis, das Jörn Meyer, Chef des Metropol-Theaters Bremen, mit der Seebühne an der „Waterfront“ mitten in der Corona-Pandemie einging. Am Wochenende gab es nun die letzten Konzerte. Wie ist die Bilanz nach dem ersten Festivalsommer über sieben Wochen und fast 60 Veranstaltungen? Meyer ist „sehr zufrieden“. Und: 2022 wird es eine Neuauflage geben, dafür hat er die ersten Zusagen.

Nachdem die Kulturszene monatelang wegen der Corona-Pandemie völlig brachlag, wusste niemand, was der vorsichtige Neustart im Sommer bringen würde. Und dennoch wagte Meyer die Seebühne. Beim abwechslungsreichen Programm unterstützten ihn die örtlichen Agenturen Koopmann Concerts und Revue sowie das „Fritz“.

Seebühne Bremen: Viel Lob für das Ambiente

Einige Punkte wie Kinderprogramm, Klassik, Tribute-Konzerte und Max Raabe stellte das Metropol selbst auf die Beine – oder besser: Bühne. Die Verlängerungswoche im „Musiksommer“, unter anderem mit der „Jazzahead“, war ein Gemeinschaftsprojekt mit der Stadt. Das Fazit fällt positiv aus, auch wenn sich Meyer noch ein paar mehr als die etwa 35.000 Zuschauer gewünscht hätte. Nach 16 Monaten ohne Konzerte und angesichts der Pandemie seien die Menschen nicht nur vorsichtig, sie hätten auch ein wenig das Ausgehen verlernt, vermutet er. Sie müssten sich wohl erst wieder daran gewöhnen. „Wir sind aber insgesamt sehr zufrieden, zumal wir ein überragendes Feedback erhalten haben, sowohl von den Besuchern als auch von den Künstlern“, sagt der Metropol-Theater-Chef. Insbesondere sei immer wieder der außergewöhnliche Spielort an der Weser gelobt worden. „Die Weser, die Industriekulisse im Hintergrund – das wirkte zeitweise wie gemalt“, so Meyer. Das hoben Besucher auch immer wieder gegenüber unserer Zeitung hervor. Zudem sei das Gelände gut zu erreichen, biete jede Menge kostenlose Parkplätze, bei Regen dürften sich die Zuschauer in der „Waterfront“ unterstellen.

Die Seebühne verfügt über 3000 Plätze – wegen Corona durften anfangs nur 1000, dann höchstens 1400 belegt werden. Finanziell gesehen, alles andere als wirtschaftlich. Doch Meyer betrachtet das erste Festivaljahr ohnehin als eine Art „Aufbaujahr“ auf dem Weg zur Etablierung der Seebühne. Trotz Förderung durch die Stadt (der er ausdrücklich dankt und ohne die er das Projekt nicht hätte starten können) habe er die Kosten zwar nicht ganz wieder eingespielt, aber die Bilanz sei nahezu ausgeglichen. Insofern herrsche große Zufriedenheit, sagt er.

Was waren die Zugpferde? Unter Corona-Bedingungen fast oder komplett ausverkauft waren „Element of Crime“, „Revolverheld“, „Fury in the Slaughterhouse“, Joris, Schiller und Kurt Krömer.

Was hat den Macher überrascht? „Slammer-Filet! Sonntagmorgen im strömenden Regen – 500 Zuschauer wollten weitermachen und waren begeistert“, so Meyer. Gefreut hat ihn auch die Resonanz auf die Kinderstücke. Bewusst auf 900 Plätze reduziert, kamen zu den drei Shows 2 600 Menschen. Insgesamt habe das Wetter über die sieben Wochen weitgehend mitgespielt. Nur Max Raabe musste abgebrochen und ein paar Tage später wiederholt werden.

Seebühne soll als Open-Air-Spielstätte etabliert werden

Meyer sieht sich auf einem guten Weg, die Seebühne als Open-Air-Spielstätte zu etablieren. Er freut sich auf die Neuauflage vom 1. bis 24. Juli 2022, dann auch mit internationalen Stars, was dieses Jahr wegen der Pandemie nicht möglich war. 30 Veranstaltungen sind geplant. Zusagen gibt es von Soulsängerin Oleta Adams (gemeinsam mit den Bremer Philharmonikern) für den 1. Juli und „The Hooters“ für den 21. Juli. Schiller tritt am 9. Juli auf. Mit von der Partie ist 2022 auch Schlagersängerin Beatrice Egli. Zudem gibt es wieder ein umfangreiches Klassik-Programm (unter anderem mit der „Zauberflöte“) sowie ein Angebot für Kinder.

Vorverkauf für Seebühne 2022 ab 24. September

Stefan Paul, Geschäftsführer der Konzertagentur Revue, zeigt sich „glücklich, Teil des tollen Projekts“ in diesem Jahr gewesen zu sein und allen Beteiligten – Zuschauern wie Akteuren – eine Perspektive aufgezeigt zu haben. „Wir freuen uns sehr, dass es im nächsten Jahr weitergeht, dann bei hoffentlich besserem Sommerwetter und ohne Corona-Auflagen. So etwas hat in Bremen wirklich gefehlt“, so Stefan Paul.

Der Vorverkauf fürs nächste Jahr beginnt am 24. September, 10 Uhr. Infos in Kürze unter www.seebuehne-bremen.de, heißt es.

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