Nina Rasche ins Amt eingeführt

Bremens Johanniter haben neue Chefin

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Bremer Johanniter – von links gesehen: Thorsten Renken (Regionalverband Bremen-Verden), die neue Dienststellenleiterin Nina Rasche, Gerald Donath (Regionalverband Ostwestfalen), Bernard Gätjen (Landesverband Niedersachsen-Bremen), Hans-Joachim Blohme (Regionalverband Bremen-Verden) und Pfarrer Dr. Peter Ulrich (Regionalverbandspfarrer für den Bereich Bremen-Verden).

Bremen - Von Thomas Kuzaj. Bremens Johanniter haben eine neue Chefin. Mit einem feierlichen Gottesdienst in der St.-Remberti-Gemeinde ist Nina Rasche jetzt in das Amt der – wie es offiziell heißt – Dienstellenleiterin eingeführt worden. Und damit übernimmt die 40-Jährige nun formell die Leitung des Johanniter-Ortsverbandes Bremen.

Sie löst Nadine Krull ab, die im Januar 2016 ins Amt eingeführt worden war, die Bremer Johanniter nun aber wieder verlassen hat, wie ein Sprecher sagte. Nachfolgerin Rasche bezeichnete er als „Eigengewächs“. Die neue Dienststellenleiterin ist bereits seit 1999 für die Johanniter aktiv. Ihre erste Station war der Ortsverband Oberhausen. „Ein durchaus klassischer Einstieg über den Sanitätsdienst”, wie sie sagt.

Ihr Weg führte über die Erste-Hilfe-Ausbildung bis zur Lehrbeauftragten, über den Rettungsdienst bis hin zur Ausbildungsleiterin der Regionalverbände Minden-Ravensburg und Ostwestfalen. Nach dem Studium der Betriebswirtschaft sei es Zeit gewesen für ein neues Betätigungsfeld, so Rasche weiter.

„Ich habe diesem Tag mit Anspannung und Freude entgegengesehen“, sagte sie nach ihrer Ernennung. „Anspannung, da die Position Verpflichtung und Verantwortung umfasst. Freude, denn mir wird die Möglichkeit gegeben, mit den Bremer Johannitern etwas zu bewegen – Menschen zu helfen, Jugendlichen Orientierung zu geben und Gemeinschaft und Ehrenamt zu leben.“

„Mit Nina Rasche haben wir eine erfahrene Johanniterin mit Kompetenz für unseren Ortsverband gewinnen können“, sagten die beiden Bremer Johanniter-Regionalvorstände Thorsten Renken und Hans-Joachim Blohme.

Venedig, das Morbide und die Fotografie

Venedig sehen und. . . fotografieren. „Morbidität in der Lagune von Venedig“ – Titel und Thema einer Fotoausstellung, die demnächst in Bremen zu sehen ist. Die einst zur Quarantäne von Kranken genutzte Lazarettinsel Poveglia diente noch bis 1968 als Außenstelle venezianischer Altersheime. Seit den 70er Jahren ist die Insel verlassen. Neben aufgegebenen Wein- und Gemüsegärten beherrschen vor allem die leerstehenden Lazarettgebäude die Insel. Deren morbiden Charme hat Armand de Bussy in Schwarz-Weiß-Fotografien eingefangen. Vom 15. September bis zum 14. Oktober sind seine Poveglia-Bilder in der Zentralbibliothek (Am Wall 201, früheres Polizeihaus) zu sehen. Bei der Vernissage, die am Donnerstag, 14. September, um 19 Uhr beginnt, gibt die Kulturwissenschaftlerin Dr. Ingrid Löwer eine Einführung. Der Eintritt ist frei.

Armand de Bussy wurde in Peru geboren. Er hat Kunst in Lima, Paris, Rom und Bremen studiert, wo er seit 1995 als freischaffender Künstler hauptsächlich lebt. Seine Ölgemälde, Installationen und Fotografien waren auf etlichen Ausstellungen zu sehen und wurden wiederholt mit Preisen ausgezeichnet.

Im vergangenen Jahr hat der Wahl-Bremer sich „als Initiator, Teilnehmer und Kurator einer vielbeachteten Ausstellung im Palazzo Pisani-Nicolaj in Venedig profiliert“, sagte ein Bibliothekssprecher. In diesem Jahr präsentierte de Bussy zur Biennale eine Installation und eine Fotoserie.

Theater, Gewalt und Gruppendruck

Daniel Behm vom Fanprojekt, Julia Düvelsdorf (Fanbeauftragte von Werder Bremen), Petra Rump von der Polizei, Almut Schmidt (ehemalige Projektleiterin der Jugendkirche Bremen und Ole Völkel („Reset“ – Beratung und Begleitung bei der Loslösung vom Rechtsextremismus) – sie alle werden am Freitag, 8. September, um 20 Uhr bei der „Wilden Bühne“ im Volkshaus (Hans-Böckler-Straße 9, Walle) erwartet. Zu sehen ist dort dann das Stück „Wir gegen die Anderen“. Anschließend folgt eine Diskussion. Moderation: Jana Köckeritz und Michaela Uhlemann-Lantow, die Leiterinnen der „Wilden Bühne“.

Thema des Stücks und des Abends: Gewalt und Grenzen, dargestellt am Beispiel von Rechtsextremismus, Fußballfans und Gruppendruck. „Das Stück ,Wir gegen die Anderen‘ fragt nach den Werten in einer sich immer schneller verändernden Gesellschaft. Diese Werte müssen stetig neu ausgehandelt werden“, so eine Sprecherin der „Wilden Bühne“. „Für was stehst du? Und: Wie weit würdest du gehen? Das sind nur zwei von vielen Fragen, die diskutiert werden.“

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