Integratives Lokal weitet Öffnungszeiten aus

„Marie Weser“ mit „Matrosen-Gedeck“

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Luka Lübke und Yves Boujong in der Küche des Lokals „Marie Weser“.

Bremen - Von Thomas Kuzaj. Die Inklusionsküche „Marie Weser“ in Huckelriede hat jetzt auch nachmittags und abends geöffnet. Bisher hat die integrative Stadtteilküche im Quartierszentrum vor allem Mittagsgerichte aus regionalen Zutaten serviert. Ab Montag, 5. März, aber öffnet das Restaurant auch nachmittags und donnerstagabends – „und zwar mit einem satten Programm“, wie Benedikt Heche vom Martinsclub sagt.

Chefköchin Luka Lübke und ihre Küchencrew laden fortan „montags bis mittwochs ab 15 Uhr dazu ein, im Restaurant vorbeizukommen, mit alten Freunden zu plaudern oder neue zu finden, Karten zu spielen, den Feierabend zu genießen und zu kaffeesieren“. Dazu werden Nachmittagsgedecke angeboten – türkischer Tee mit süßem Baklava, Kaffee und Kuchen, „Matrosen-Gedeck“ mit einem „kühlen Blonden“.

Auch donnerstags lohne sich das Vorbeikommen am Nachmittag – besonders für Familien, denn: „Von 15.15 Uhr bis 17 Uhr verwandelt sich das Foyer des ,Marie Weser‘ in eine Indoor-Spielwiese für Jung und Alt. Hier kann man Himbeerbrause trinken, kleckern, Höhlen bauen, lesen, Hula üben, krümeln, Oma treffen, stricken, quatschen, kickern oder kuscheln.“ Das „Marie-Weser-Team“ stelle Spielzeug bereit und werfe das Waffeleisen an, hieß es weiter. Der Eintritt ist frei.

Die neuen Öffnungszeiten am Donnerstag bieten nun auch Beschäftigten die Gelegenheit, nach den üblichen Bürozeiten das Lokal zu besuchen „und etwas gegen knurrende Mägen zu tun“, so der Sprecher. Unter dem Titel „Donnerstagsbraten“ biete das Team jeden Donnerstag ab 17.30 Uhr „kulinarische Überraschungen“ an. „Hier gibt es Essen nach Maß: Jeder kann sich seine Portion pfundgenau bestellen.“

Im „Marie Weser“ und im Quartierszentrum Huckelriede „leben, kochen, arbeiten, spielen, essen und singen Menschen mit und ohne Beeinträchtigungen zusammen unter einem Dach“, heißt es beim Martinsclub. Das Lokal ist am Niedersachsendamm 20 A zu finden.

Engagement auch beim Versorger SWB (früher: Stadtwerke) – hier haben die Mitarbeiter wieder Restcents gesammelt. Und gespendet.

SWB-Mitarbeiter spenden Restcents

12.000 Euro sind dabei zusammengekommen, sagt eine Sprecherin. Vorstandsmitglied Frank Priewe überreichte die Spenden nun an Vertreter von sechs karitativen Institutionen aus Bremen, Bremerhaven und Delmenhorst. Zu den Empfängern gehört der „Bremer Treff“, eine kirchliche Begegnungsstätte für Menschen in materiellen, körperlichen oder seelischen Notlagen. Auch die „Bildungsbrücke“ wurde bedacht – eine Initiative für Chancengleichheit im Viertel. Und das Projekt „Fuge“ der Kinder- und Jugendhilfe. Es hilft Familien mit chronisch kranken Kindern und Jugendlichen bei der Bewältigung des Alltags.

In Bremerhaven freuten sich die „Seniorpartner in School“ über eine Spende aus Bremen – eine Organisation ehrenamtlich aktiver Senioren, die Mädchen und Jungen helfen, in der Schule Konflikte durch Mediation gewaltfrei zu lösen. Eine weitere Spende ging an den Bremerhavener Verein „Rostlaube“, der eine Selbsthilfe-Fahrradwerkstatt betreibt, die zugleich ein Stadtteil-Treffpunkt ist. In Delmenhorst ging eine SWB-Spende an Gut Dauelsberg – eine Einrichtung der Wohnungslosenhilfe für Menschen mit seelischen Behinderungen.

Im November 2015 hatte der Versorger SWB die hausinterne Aktion „Restcent-Spende“ ins Leben gerufen. Dabei stiften Mitarbeiter und Pensionäre Monat für Monat den Centbetrag ihrer Gehaltsabrechnung. Am Jahresende werden die Restcents aus den zwölf Monaten gezählt. Der Vorstand verdoppelt die Summe dann, bevor die Gelder an wohltätige Projekte und Organisationen übergeben werden. Bei den sechs Spenden handelte es sich jetzt schon um die zweite Übergabe-Runde. „Aktuell beteiligen sich 37 Prozent der rund 2 200 SWB-Mitarbeiter an der Aktion, und viele schlagen auch Spendenempfänger vor“, so die Sprecherin.

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