Bremen will Grundschullehrer und Erzieher in der Prioritätenliste vorziehen

Mega-Impfzentrum Bremen: Viel Platz, wenig Impfstoff

Das Impfzentrum auf der Bremer Bürgerweide soll vergrößert werden.
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Das Impfzentrum auf der Bremer Bürgerweide soll vergrößert werden.

Bremen will vorbereitet sein, wenn denn endlich mehr Impfstoff zur Verfügung steht. Daher wird das Impfzentrum auf der Bürgerweide um mehrere Hallen erweitert.

  • Bremen plant 66 Impfstraßen in Messehallen.
  • Erweiterung des Impfzentrums bis Mitte März.
  • Grundschullehrer und Kita-Erzieher rücken auf Prioritätenliste nach vorn.

Bremen – Bremen will sein Impfzentrum erheblich ausweiten, um bis zu 16 000 statt bisher 2 000 Menschen piksen zu können. Das wären dann an zwei Tagen soviel Geimpfte wie jetzt seit Start der Aktion nach Weihnachten. Allein, noch fehlt der Impfstoff – EU-weit.

Zudem sollen Grundschullehrer und Erzieher in Kitas früher als ursprünglich in der Prioritätenliste vorgesehen geimpft werden. Wann das sein wird, ist allerdings offen. Denn weiterhin, genau, mangelt es an Impfstoff. Nach dem Beschluss der Gesundheitsminister von Bund und Ländern vom Montag sind Grundschullehrer und Erzieher in der Impfreihenfolge nach oben gerutscht, in die zweite Gruppe. Und so will ihnen auch Bremen ein Impfangebot machen. Um die 10 000 Menschen dürften es sein, die früher als geplant eine Impfung bekommen können, wenn sie denn wollen. Sie sollen per Brief informiert werden und den Impfstoff von Astrazeneca bekommen, der aufgrund fehlender Studien nur Menschen bis 65 Jahre gespritzt wird. Bremen impft bereits Ärzte und Zahnärzte damit, wie der Sprecher des Gesundheitsressorts, Lukas Fuhrmann, kürzlich berichtete. Zur Info: Die Älteren aus der ersten Impfgruppe erhalten die Impfstoffe von Biontech oder Moderna.

Bisher sind im Land Bremen rund 30 500 Menschen geimpft

Wann Lehrer und Kita-Beschäftigte an der Reihe sind, ist allerdings bislang unklar. Schaut man sich die Zahlen an, dürfte das noch dauern, denn das Ressort geht von rund 150 000 Menschen aus, die der zweiten Impfgruppe angehören. Zu ihnen zählen unter anderem 70- bis 80-Jährigen und Vorerkrankte. Ein Blick auf die Impfzahlen ist ernüchternd: Bisher wurden im Land Bremen 30 485 Personen geimpft, 18 585 zweimal. 24 808 der Geimpften kommen aus der Stadt Bremen.

Zurück zum Impfzentrum in der Stadthalle Bremen, dessen Regie bei den Johannitern liegt. Es soll bis Mitte März erheblich erweitert werden und könnte dann bundesweit das größte sein. Neben der Messehalle 7 sollen die Hallen 4, 5 und 6 hinzukommen, hat der Senat am Dienstag entschieden. Dann könnten täglich 12 000 bis 16 000 Menschen geimpft werden – statt 2 000, sagt Fuhrmann. 52 Impfstraßen sollen bis Mitte März hinzukommen, dann sind es insgesamt 66. Die Aufstockung kostet etwa 70 Millionen Euro, die Hälfte zahlt der Bund. Die Impfstraßen sollen dann nach und nach in Betrieb genommen werden. Auch die Impfzeit, so Fuhrmann, wird ausgeweitet – von jetzt zwölf auf später 16 Stunden. Derzeit ist der Impfstoff allerdings mangels Masse nach fünf Stunden alle.

Bremen ist zuversichtlich, dass im Mai mehr Impfstoff kommt

Was nützt ein großes Impfzentrum, wenn es viel zu wenig Impfstoff gibt? Hier ist das Gesundheitsressort mit Blick auf Zusagen des Bundes zuversichtlich, dass sich dies im Mai grundlegend ändert. Gut vorbereitet, könnte Bremen dann als kleinstes Bundesland womöglich die Nase vorn haben.

Tatkräftige Unterstützung für das Impfzentrum wird übrigens weiter aus der Wirtschaft von der Inititiave „Bremen impft“ um den Bauunternehmer Kurt Zech kommen. Die engagierten Unternehmer haben ein Callcenter aufgebaut, über das Impftermine vergeben werden.

Corona: 61 neue Infektionen

Zu den Zahlen: Die Corona-Infektionen sind am Dienstag um 61 auf 17 584 seit Ausbruch der Pandemie gestiegen. Das teilte am Abend das Gesundheitsressort mit. 51 Fälle gab es in der Stadt Bremen, wo der Inzidenzwert auf 62,5 sank. Ein weiterer Mensch mit dem Virus ist gestorben, bisher 331. Aktuell sind dem Ressort 702 Infizierte bekannt. 135 Covid-19-Patienten werden in Kliniken des Landes behandelt.

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