Viel Lob für Nominierung von Sieling

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Carsten Sieling

Bremen - Der Bremer Bundestagsabgeordnete Carsten Sieling soll nach dem Willen des SPD-Landesvorstandes künftig als Regierungschef die Geschicke des kleinsten Bundeslandes in die Hand nehmen. An ihn sind schon jetzt hohe Erwartungen geknüpft.

Nach der Nominierung des designierten künftigen Bremer Regierungschefs Carsten Sieling (SPD) gab es für den Nachfolger von Jens Böhrnsen Lob und Anerkennung. „Der Landesvorstand der Bremer Sozialdemokraten hat mit Carsten Sieling einen sehr guten Kandidaten nominiert“, sagte Böhrnsen am Dienstag in Bremen der Deutschen Presse-Agentur. Sieling sei „ein exzellenter Kenner der Bundes- und Landespolitik“.

Auch Bremens Finanzsenatorin Karoline Linnert (Grüne) zeigte sich erfreut über die Nominierung Sielings: „Durch seine langjährige politische Arbeit ist er bestens vertraut mit Bremens Stärken und Problemen.“ Als eine gute Entscheidung wertete Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil die Nachfolgeregelung. „So sehr ich es auch bedauert habe, das Jens Böhrnsen in Konsequenz auf das Wahlergebnis für eine weitere Legislatur nicht mehr zur Verfügung steht, so sehr freue ich mich über den gestrigen Vorschlag des Bremer SPD-Landesverbands“, sagte der SPD-Politiker am Dienstag in Hannover. „Ich bin zuversichtlich, das wir insbesondere in Fragen der Energiewirtschaft, in unserem Ziel der Sicherung von Arbeitsplätzen und der Forderung nach mehr Geld für Bildung gut und eng zusammenarbeiten können.“

Der Bremer Wirtschaftsrat der CDU freut sich auf einen offenen Austausch mit dem künftigen Bürgermeister. „Wir nehmen Herrn Dr. Sieling beim Wort und setzen auf einen Neustart für Bremen“, sagte die Landesvorsitzende des Bremer Wirtschaftsrates, Imke Wilberg, laut Mitteilung. Sie begrüßte Sielings Ziel, einen Schwerpunkt auf Bildung und die Schaffung neuer Arbeitsplätze zu legen. Ein Sprecher der Bremer Handelskammer sagte, „wir werden auch weiterhin mit dem Rathaus konstruktiv zusammenarbeiten“. Sieling wisse, welche finanziellen Herausforderungen im Land zu meistern seien und werde weiter daran arbeiten, die Zukunft des Bundeslandes zu sichern, sagte Böhrnsen. Das sieht auch Linnert so.

Als Finanzpolitiker kenne Sieling die Haushaltsnotlage, die Vorgaben der Schuldenbremse und die Konsolidierungsbedingungen. Seine gute Vernetzung in Bremen und auf Bundesebene seien gute Voraussetzungen für eine nahtlose Übernahme der Verhandlungen über die Bund-Länder-Finanzbeziehungen. Der SPD-Landesvorstand hatte am Montagabend den 56 Jahre alten Bremer Bundestagsabgeordneten als Nachfolger von Bürgermeister Jens Böhrnsen nominiert, der nach der Wahlschlappe am 10. Mai auf eine weitere Amtszeit verzichtet hatte. Sieling soll am 2. Juni auf einem SPD-Landesparteitag offiziell nominiert werden.
dpa

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