Hunderte Biker anwesend

Hells-Angels-Mitglieder beerdigen Mitgründer bei großer Trauerfeier in Bremen

Es ist ein seltsames Bild, das sich am Waller Friedhof in Bremen abspielt. Hunderte Biker sind zur Beerdigung von Rainer Kopperschmidt (69) erschienen, dem Mitbegründer des ersten deutschen Hells-Angels-Ablegers. Sie fahren auf schweren Maschinen vor und desinfizieren sich am Eingang zum Friedhof zunächst die Hände.

  • Rainer Kopperschmidt gründete den ersten „Hells Angels“-Ableger 1973 in Deutschland.
  • Am 29. Juni ist Kopperschmidt in Bremen gestorben.
  • Zu seiner Beerdigung kommen hunderte Biker.

Rainer Kopperschmidt gründete nach der Rückkehr von einer USA-Reise Anfang der 1970er gemeinsam mit Mario Amtmann den ersten deutschen Ableger der Hells Angels in Hamburg. In Bremen, wo Kopperschmidt nun seine letzte Ruhe findet, sind die Hells Angels seit 2013 verboten.

Gründer:Bishop Family
Gründung:17. März 1948, Fontana, Kalifornien, Vereinigte Staaten
Schlüsselperson:Sonny Barger
Verb��ndete:Nazi Lowriders, AK81, Independent Soldiers

Am Eingang zum Friedhof mussten sich aufgrund der Corona-Regeln die Teilnehmer in Listen eintragen. Außerdem konnten sie sich dort die Hände desinfizieren. Mit Corona-Masken nahmen die Biker schließlich am späten Mittag an der rund einstündigen Trauerfeier in der Kapelle des Waller Friedshofs teil.

Corona-Regeln: Mehr als 350 Biker auf Friedhof nicht erlaubt

Rainer Kopperschmidt war am 29. Juni, einen Tag nach seinem 69. Geburtstag, gestorben. 350 Trauergäste aus ganz Deutschland und anderen europäischen Ländern waren laut Angaben der Polizei in Bremen-Walle erschienen. Mehr Rocker durften an der Trauerfeier aufgrund der in Bremen geltenden Corona-Einschränkungen nicht teilnehmen.

Biker nehmen an der Beerdigung von Rainer Kopperschmidt in Bremen-Walle teil.

Während der Beerdigung beobachtete die Polizei Bremen das Geschehen. Am Friedhof hielten sich die Beamten zwar im Hintergrund, auf den Zufahrtsstraßen in die Stadt hatte es aber im Vorfeld Anreise-Kontrollen der Motorradfahrer gegeben.

Polizei hält sich während der Beerdigung im Hintergrund

Ein Sprecher der Polizei Bremen teilte mit, es habe nur einzelne Verkehrsverstöße gegeben. Dass es zu Verstößen gegen die Corona-Verordnung des Landes Bremen kam, sei sehr unwahrscheinlich. Bei Verstößen sei man aber bereit gewesen einzugreifen, hieß es im Vorfeld der Beerdigung. Unter anderem sei darauf geachtet worden, dass die Teilnehmer keine Kutten tragen.

In zwei Fällen wird von der Polizei geprüft, ob Besucher verbotene Symbole oder Schriftzüge verwendet haben. Auf Ansprache wurden diese umgehend entfernt. Die Polizei dokumentierte die Zeichen und steht laut eigener Aussage im engen Austausch mit der Staatsanwaltschaft Bremen.

2013 hatte der Bremer Innensenator Ulrich Mäurer (SPD) den Bremer Ableger der Hells Angels verboten. Zuvor hatte das Land auch ein Vereinsverbot gegen den Bremer Rockerclub Mongols ausgesprochen.

Rubriklistenbild: © Kai Moorschlatt

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