Schulter und Schlüsselbein gebrochen

Heftiger Abflug von Sprinter Robert Förstemann

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Robert Förstemann wird heute in Bremen nach seinem heftigen Sturz am Samstagabend an Schlüsselbein und Schulter operiert. 

Bremen – Am Freitag war Robert Förtemann nach seinem neuen Bahnrekord noch der gefeierte Held bei den 55. Bremer Sixdays – nur 24 Stunden später musste der Sprinter auch die Schattenseiten seines Sports kennenlernen. Der 32-jährige Berliner stürzte auf seiner schnellen Runde bei Tempo 70 schwer und knallte auf die harte Holzpiste. Offenbar hatte sich der Vorderreifen von der Felge gelöst.

Die erste Diagnose, wonach sich Förstemann „nur“ das Schlüsselbein gebrochen hatte, bewahrheitete sich nach weiteren Untersuchengen im Bremer Diako-Krankenhaus nicht. „Mister Oberschenkel“ (42 Zentimeter Umfang) hatte sich auch die Schulter und zwei Rippen gebrochen. Schon heute soll er operiert werden.

Die Rettungskette in der ÖVB-Arena funktionierte am Samstagabend reibungslos. Gleich nach dem Sturz und der Erstversorgung von Bahnarzt Dr. David Hildebrand wurde ein mobiles Bahnteil aus der Piste herausgelöst, sodass Förstemann auf einer rollenden Trage ohne Umwege aus der Halle und ins Krankenhaus gebracht werden konnte, wobei der Sprinter noch den rechten Arm als Gruß ans Publikum hob.

Und Förstemann hatte Stunden später seinen Humor offenbar noch nicht verloren, denn noch in der Nacht rief er Bremens Sportlichen Leiter Erik Weispfennig an und bat um Entschuldigung, weil er offenbar die Stimmung in der Halle versaut habe.

Bei den Zwei-Teams stehen nur zwei Paare ohne Verlustrunde an der Spitze. Mit 198 Punkten führen die beiden Belgier Iljo Keisse (Bremen-Sieger 2017) und Jasper De Buyst das Klassement nach dem vierten Tag an. Für Weispfennig ist das keine Überraschung: „Sie waren von Anfang an die Topfavoriten.“ Dass jedoch an Position zwei Achim Burkart und Andreas Graf (149 Punkte) folgen, gilt schon als Überraschung. So auch für den Dänen Marc Hester, der zusammen mit Titelverteidiger Theo Reinhardt mit Rundenrückstand und 146 Punkten auf Platz vier liegt. „Mit den beiden hätte ich soweit vorn nicht gerechnet. Es warten aber noch zwei schwere Renntage auf uns. Ich denke, dass wir nach wie vor alle Chancen haben.“

Das gilt auch für ein weiteres Überraschungs-Paar: Simone Consonni (Italien), der vom Ex-Bremen-Sieger Marco Villa trainiert wird, und der Schweizer Tristan Marguet liegen mit einer Runde Rückstand und satten 193 Punkten auf Platz drei. „Marguet ist ein schlauer Hund und fährt unheimlich viele Punkte ein“, gab’s ein Lob von Konkurrent Hester.

Wenig bis keine Chance auf den Gesamtsieg haben mit vier Runden Rückstand Wim Stroetinga und Moreno De Pauw. Allein in der großen Jagd am Samstagabend verloren sie satte drei Runden. Weispfennigs Kommentar: „Das lag ganz klar an Moreno. Bei ihm ist der Motor geplatzt.“

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