Strafanzeige wegen Beleidigung

„Wichser“, „Arschloch“, „Nazis“: Gefängnisbesuch bei Miri endet mit Strafanzeige

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Ibrahim Miri hat in Abschiebehaft Besuch empfangen. Ein Mann kam jedoch nicht durch die Kontrolle.

Die Bremer Clan-Größe Ibrahim Miri sitzt weiterhin in Abschiebehaft. Als zwei Männer den Libanesen besuchen wollten, eskalierte die Situation am Polizeipräsidium.

Bremen - Seit seiner illegalen Einreise am 30. Oktober sitzt die Bremer Clan-Größe Ibrahim Miri in Abschiebehaft im Polizeipräsidium in der Bremer Vahr. Zwei 50 und 54 Jahre alte Männer wollten den 46-Jährigen am Mittwoch besuchen, doch bekam einer der beiden den Mann nicht zu Gesicht.

Gegen 16 Uhr erschien das Duo am Polizeipräsidium. Der 54-Jährige aus Bremen hatte ein Taschenmesser bei sich, welches er an der Wache abgab. Als beide Männer den Vorschriften entsprechend durchsucht werden sollten, war der Messer-Besitzer damit nicht einverstanden. Er schrie herum und beleidigte die Polizisten gleich mehrfach.

Miri-Besucher beleidigt Bremer Polizisten

Dabei fielen Wörter wie „Wichser“, „Arschloch“ und „Nazis“, heißt es von der Bremer Polizei. Dem Bremer ist daraufhin ein dauerhaftes Besuchsverbot in der Abschiebehaft erteilt worden. Die Beamten fertigten eine Strafanzeige wegen Beleidigung. Sein Taschenmesser wurde sichergestellt.

Die Durchsuchung des 50 Jahre alten Mannes verlief hingegen problemlos und durfte Ibrahim Miri in Abschiebehaft besuchen.

Ibrahim Miri bleibt in Bremer Abschiebehaft

Der 46 Jahre alte Bremer Ibrahim Miri sitzt seit 30. Oktober in Abschiebehaft in der Bremer Vahr. Nach seiner Abschiebung im Juli 2019 in den Libanon ist er illegal wieder nach Deutschland eingereist. Als er an der Außenstelle des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge in Bremen einen Asylantrag stellen wollte, nahmen ihn Polizisten fest.

Inzwischen ist der Asylantrag von Miri vom Bamf als offensichtlich unbegründet abgelehnt worden. Eine Klage Miris gegen den negativen Bescheid wird erwartet. Eine Beschwerde gegen die Abschiebehaft ist vom Amtsgericht Bremen zurückgewiesen worden, nun muss das Landgericht darüber entscheiden.

jdw

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