Auszeichnung für Schule am Buntentorsteinweg / 25 000 Euro Preisgeld

Bremer Kids jubeln

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Schüler und Lehrer der Grundschule am Buntentorsteinweg in Bremen jubeln heute in Berlin über den Deutschen Schulpreis.

Bremen - Riesiger Jubel bei den Kids aus der Ganztagsgrundschule am Buntentorsteinweg: Sie haben einen der begehrten Deutschen Schulpreise gewonnen. Mit der Auszeichnung verbunden ist ein Preisgeld in Höhe von 25 000 Euro.

Die Bremer Schule aus dem Buntentor mit ihren 250 Kindern hat sich bundesweit gegen Hunderte von Bewerbern behauptet und gehört nun zu den besten Schulen des Jahres. Die Preisverleihung fand heute in der Berliner Heilig-Kreuz-Kirche im Beisein von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) statt. Die Kinder waren mit einer zehnköpfigen Delegation zur Preisverleihung gefahren. Der Rest der Schule schaute die Übertragung der Veranstaltung ganz gebannt im Kino „Cinemaxx“ an.

Bildungssenatorin Eva Quante-Brandt (SPD) freute sich mit der Schule über diese hohe Auszeichnung: „Mit dem Schulpreis wird die außergewöhnliche Arbeit der Pädagogen am Buntentorsteinweg gewürdigt.“ Sie hätten in den vergangenen Jahren viel Zeit und Kraft in die Weiterentwicklung der Schule investiert. „Herzlichen Dank für Ihr Engagement!“, sagte sie. „Wir setzen Inklusion um, indem wir jedem Kind den passenden Lernweg zu geben versuchen“, sagte Schulleiterin Meike Baasen. Jedes Kind solle seine individuellen Fähigkeiten und Möglichkeiten auch umsetzen können. „Es geht nicht um Förderung, sondern um die Anerkennung, dass jedes Kind eine eigene Entwicklung hat und dass jedes Kind entsprechend seiner Entwicklung lernen muss.“

Die Ganztagsgrundschule am Buntentorsteinweg hat beim Deutschen Schulpreis eine Auszeichnung in Höhe von 25000 Euro gewonnen. Unser Foto zeigt eine Sitzrunde zu Beginn der Lernzeit.

„Wir wissen genau, wo das Kind steht“, sagt Baasen. Selbstständiges Lernen und Lernzielorientierung würden an ihrer Grundschule groß geschrieben. Es ist die vierte Schule aus dem Land Bremen, die zu den Preisträgern gehört. Ausgezeichnet wurden bisher die Grundschule am Pfälzer Weg (2012), die Marktschule Bremerhaven (2011) und die Werkstattschule Bremerhaven (2008). „Dass einer dieser begehrten Preise erneut nach Bremen geht, ist eine besondere Bestätigung für die Qualität unserer Schulen. Bremische Schulen zeigen auch im Bundesvergleich Spitzenleistungen. Diesen Weg wollen wir weiter gehen“, so die Senatorin, die Pisa- und andere Tests in diesem Zusammenhang nicht erwähnte.

Dabei schneiden Bremer Schulen bisher regelmäßig schlecht ab. Alle nominierten Schulen haben ein aufwendiges Bewerbungsverfahren durchlaufen und zuvor oft jahrelang an ihrer Qualität gearbeitet, hieß es gestern aus dem Bildungsressort. Eine Jury aus Bildungswissenschaftlern und Praktikern hatte zunächst auf Basis der Bewerbungsunterlagen 20 Schulen ausgewählt, die Anfang des Jahres vor Ort besucht und begutachtet wurden. Im Anschluss nominierte die Jury 15 Schulen, von denen nun sechs den Deutschen Schulpreis 2015 erhalten haben. Der Hauptpreis mit einem Preisgeld in Höhe von 100000 Euro geht an die Gesamtschule Barmen.

Bei ihrer Entscheidung bewertete die Jury die Qualitätsbereiche Leistung, Umgang mit Vielfalt, Unterrichtsqualität, Verantwortung, Schulleben und Schule als lernende Institution. Die Robert Bosch Stiftung vergibt den Deutschen Schulpreis seit dem Jahr 2006 gemeinsam mit der Heidehof Stiftung. Medienpartner sind der „Stern“ und die ARD. Seit dem Start des Programms haben sich etwa 1500 Schulen um den Preis beworben.
gn/dpa

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