Zusätzlich ohne Fahrerlaubnis unterwegs

Nicht angeschnallt: 24-Jähriger flüchtet vor Kontrolle und landet im Graben

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Die Flucht endete mit einem Unfall nahe des GVZ.

Bremen - Eine Flucht vor der Polizei, ein spektakulärer Abflug und eine langwierige Bergungsaktion - am späten Donnerstagabend und in den Nachtstunden waren die Kräfte von Bremens Polizei und Feuerwehr in vielerlei Hinsicht gefordert.

Um kurz nach 21 Uhr ist es in der Bremer Neustadt zu einer Verfolgungsjagd gekommen, die auf der Neuenlander Straße begann. Streifenwagen verfolgten einen auffallend bunt lackierten Golf. Den Beamten war aufgefallen, dass der in Bremen lebende Mann am Steuer nicht angeschnallt war, heißt es in einer Meldung der Polizei von Freitag. Der Mann ignorierte daraufhin die Aufforderung zum Anhalten.

Die Fahrt des Mannes führte ihn stattdessen mit hoher Geschwindigkeit durch die Neustadt, über die Autobahn A281 in Richtung Güterverkehrszentrum (GVZ) und endete dort an einem Abhang. Bereits in der Neustadt hatten die Einsatzkräfte ihr Tempo reduziert, um eine Gefährdung Unbeteiligter zu minimieren. Der Streifenwagen fuhr lediglich auf Sichtweite in Fahrtrichtung des Flüchtenden.

Der Kleinwagen wiederum schaffte eine Kurve im Einmündungsbereich der Merkurstraße / Ludwig-Erhard-Straße nicht, krachte durch einen Stromkasten, knickte einige Büsche ab und kam etwa zehn Meter weiter an einem Abhang auf dem Dach liegend neben Bahngleisen zum Stehen.

Der Mann, der keine Fahrerlaubnis hatte und womöglich unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln stand, floh aus dem Fahrzeug, konnte  aber kurz darauf festgenommen werden. Offenbar hatte er sich trotz des spektakulären Abflugs nicht ernsthaft verletzt, trotzdem wurde er vom Rettungsdienst behandelt und vom Unfallort weggebracht. Die Polizei war mit Suchhunden vor Ort und sicherte Spuren.

Der Bremer steht unter dem Verdacht, Drogen genommen zu haben und war darüber hinaus nicht im Besitz einer Fahrerlaubnis. Sein Auto wurde beschlagnahmt. Die Polizei ermittelt nun wegen Gefährdung des Straßenverkehrs, Fahren ohne Fahrerlaubnis und unerlaubtem Entfernen vom Unfallort. Für die Dauer der Bergung musste die Merkurstraße laut Polizeiangaben für rund eine Stunde voll gesperrt werden.

Schwierige Bergungsaktion

Nach dem Ende der Jagd waren die Bremer Berufsfeuerwehr sowie ADAC-Abschlepp-Profi David Kraft gefragt. Schließlich musste der völlig demolierte Wagen durch ein dichtes Dickicht hindurch zehn Meter nach oben zur Straße bugsiert und sichergestellt werden. Mit Schlaufen, Schlingen und Stahlseilen gelang dies in einer langwierigen Bergungsaktion. „Wenn die Feuerwehr nicht da gewesen wäre dann wär ich aufgeschmissen gewesen, meine Seilwinde reicht da niemals herunter“, kommentiert der Abschleppwagenfahrer die Bergung.

Gegen 1 Uhr wurde die Merkurstraße wieder für den Fahrzeugverkehr freigegeben. Diese musste zuvor für die Berge- und Rettungsfahrzeuge zeitweise gesperrt werden.

cb/kom

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