Bremen geht gegen Sexismus vor

Seit April 30 Beschwerden wegen sexistischer Werbung

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Bremen - Sexistische Werbung stößt in Bremen zunehmend auf Kritik der Bürger. Seit April gab es 30 Beschwerden über elf Motive, wie Susanne Gieffers von der Bremischen Zentralstelle für die Verwirklichung der Gleichberechtigung der Frau (ZGF) auf Nachfrage sagte.

Gemeldet wurden Plakate zu einer Fernseh-Casting-Show und Werbung für Sonnenstudios, einen Fensterbauer, einen Elektrobetrieb sowie eine Bäckerei-Kette. Auch Plakate von AfD und FDP wurden bei der Beschwerdestelle gemeldet. „Von den elf beanstandeten Motiven haben wir sechs als tatsächlich sexistisch eingestuft“, sagte Gieffers.

Bremen geht als bislang einziges Bundesland gegen sexistische Werbung auf öffentlichen Werbeflächen des Landes und der Stadtgemeinde vor. Seit einem Senatsbeschluss im April müssen betroffene Plakate entfernt werden. Die Leitlinien entsprechen den Grundsätzen des Deutschen Werberats gegen Herabwürdigung und Diskriminierung von Personen. Demnach soll Werbung keine Aussagen oder Darstellungen verwenden, die Personen wegen ihres Geschlechts oder anderer Merkmale diskriminiert. 

Gegen sexistische Werbung auf privaten Flächen hat die Behörde keine Handhabe. Zum Einsatz kam das Verfahren bei der Werbung für eine Fernseh-Casting-Show, betroffene Plakate wurden entfernt.

dpa

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