Streifenwagen brennen in Bremen

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Fünf geparkte Streifenwagen sind in Bremen abgebrannt

Bremen - Auf 350.000 Euro schätzt die Polizei den Schaden, der in der Nacht zu heute an mehreren Polizeiwagen und am Revier in Schwachhausen entstanden ist. Sechs Autos auf dem Parkplatz gingen in Flammen auf.

Auch das nachts unbesetzte Revier wurde beschädigt. Die Polizei geht von Brandstiftung aus. Polizeipräsident Lutz Müller bezeichnete den Brand als „eine vollkommen überflüssige Tat“. Sie habe nicht nur Auswirkungen auf die Polizei. Es fehlten nun angesichts von Terrorlage und Asylproblematik wichtige Arbeitsmittel.

Kurz vor Mitternacht meldete eine Autofahrerin das Feuer auf dem Grundstück des Polizeireviers an der Parkallee. Sechs Wagen des Ostzuges – das ist ein Einsatzzug der Bereitschaftspolizei, der im Gebäude untergebracht ist – brannten komplett aus. Die Flammen griffen auch auf den hinteren Gebäudeteil über. Schlimmeres verhinderte die Feuerwehr. Für den Ostzug muss zunächst eine andere Bleibe gefunden werden, denn der durch das Feuer beschädigte Gebäudeteil ist vorläufig nicht nutzbar, wie ein Polizeisprecher heute sagte. Es entstand ein Schaden von mehr als 350.000 Euro. Das Polizeirevier selbst blieb heute dicht, soll aber morgen wieder geöffnet werden.

Unterdessen haben die Ermittler der Kriminalpolizei am Tatort ihre Arbeit gemacht. Nach Angaben des Sprecher haben sie Spuren gefunden, die auf eine vorsätzliche Brandstiftung hindeuten. Wer am Montagabend im Umfeld des Reviers Schwachhausen verdächtige Beobachtungen gemacht hat, sollte sich unter 0421/362-3888 an die Kripo wenden.

Polizeipräsident Lutz Müller sagte am Nachmittag: „Ich erwarte, dass diejenigen, die so etwas Sinnloses gemacht haben, den Mut aufbringen, sich zu bekennen und sich der öffentlichen Diskussion stellen.“ Rechtfertigen lasse sich eine derart überflüssige Tat nicht. Sie habe Auswirkungen auf die tägliche Arbeit, denn es fehlten jetzt wichtige Arbeits- und Einsatzmittel, gerade vor dem Hintergrund der allgemeinen Terrorlage und der Flüchtlingsthematik. Müller: „Ich kann nur froh sein, dass meine Mitarbeiter nicht zu Schaden gekommen sind.“

gn

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