Betreiber ziehen Bewerbungen zurück

Zu viele Corona-Auflagen: Bremer Freimarkt ohne Großzelte

 Nina Renoldi, Luigi und ein Holzpferd.
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Keine Großzelte: Auch Nina Renoldi (l., mit Zeremonienmeister Luigi) hat die Notbremse gezogen: Auf dem Freimarkt wird ihre Königsalm fehlen.

Auf dem Bremer Freimarkt werden keine Großzelte aufgebaut. Die Betreiber von Hansezelt, Bayernfesthalle und Königsalm haben ihre Bewerbungen zurückgezogen. 

Bremen – Es ist keine Überraschung und letztlich eine aus wirtschaftlicher Sicht logische Entscheidung: Auf dem vom 15. bis 31. Oktober geplanten Freimarkt werden keine Großzelte aufgebaut. „Bayernfesthalle“, „Hansezelt“ und die „Königsalm“ – werden in diesem Jahr auf der Bürgerweide fehlen. Nur das kleine „Riverboat“ wird als geschlossenes Zelt aufgebaut, teilte das Wirtschaftsressort am Montag mit.

„Die Großzeltbetreiberinnen und -betreiber haben ihre Bewerbungen für den Freimarkt zurückgezogen“, heißt es weiter. Anlass seien die coronabedingten Anforderungen des Schutz- und Hygienekonzeptes. Vor allem die Reduzierung der zulässigen Besucher in den Zelten zur Einhaltung der Abstandsregelungen auf die Hälfte (maximal 1250 Gäste) sowie das Sing- und Tanzverbot in geschlossenen Räumen machten einen wirtschaftlichen Betrieb nahezu unmöglich. Vor Corona haben in den drei Großzelten an den Wochenenden jeweils bis zu 2500 Personen gefeiert, gegrölt, getanzt und die eine oder auch die fünf anderen Maß Bier getrunken. „Das Singen und Tanzen zur Musik der Livebands hat die besondere Atmosphäre in den Zelten ausgemacht“, heißt es in der Pressemitteilung des Wirtschaftsressorts.

Kein wirtschaftlicher Betrieb möglich

Ein Schausteller bringt es auf den Punkt: „Wer geht schon ins Festzelt, um eine Haxe zu essen.“ Ein Freimarktfan sagt: „Ins Bayernzelt zu gehen und nicht singen zu dürfen, macht ja keinen Spaß.“ Hinzu kommen die hohen Kosten für den Auf- und Abbau der Zelte. „Als Alternative sollen an den drei Standorten große offene Ausschankbetriebe mit einer biergartenähnlichen Gestaltung aufgebaut werden, die teilweise überdacht sind“, heißt es weiter. Für die kleineren Ausschank- und Imbissbetriebe werden Aufenthaltsflächen für den Verzehr von Speisen und Getränken ausgewiesen.

Auf dem Veranstaltungsgelände dürfen sich den Vorgaben zufolge maximal 20.000 Besucher gleichzeitig aufhalten. Das Areal wird eingezäunt. Zutritt erhalten nur für Geimpfte, Genesene und Getestete (3G-Regel). Zwei Eingangsbereiche mit großen Wartezonen am Nordausgang Hauptbahnhof und im Bereich Schlachthof sowie vier Ausgänge sollen eingerichtet werden. Die Zahl der Karussells und Geschäfte wird um etwa 30 Prozent auf 240 Betriebe reduziert, so die Regelung.

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