Einfach mal ausfallen lassen

Bremen von A bis Z: F wie Freimarkt

dpa
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„Ischa Freimaak!“ Ein Ausruf, der das herbstliche Treiben in Bremen stets begleitet.

Sonnabendabend Wechsel von ergiebigen und sehr ergiebigen Regenfällen. Sonntag: Regen, ausdauernd; Aussichten: trüb. Montag: vereinzelt Schauer, am Morgen mit Sturm. Dienstag: stärkere Regenfälle am Morgen, im Tagesverlauf trockene Abschnitte und weitere ergiebige Schauer. Und so weiter, und so fort.

Was will uns das sagen? Dass es Herbst geworden ist? Vielleicht. Vor allem aber, dass die Saison des Freimarktswetters angebrochen ist. Und damit, schlimmer noch, die Saison des Freimarkts. Die Bremer lieben ihren Freimarkt, heißt es. Aber kommen nicht vorwiegend auswärtige Besucher auf die Bürgerweide? Und, mal ehrlich, was genau ist der Reiz des dort in der Zeit vom 18. Oktober bis zum 3. November zu erwartenden Treibens? Fragen Sie mal die Bewohner Findorffs. Ja, genau, das ist der Stadtteil, der alljährlich unter der Menge des Freimarktsbesucherparkplatzsuchverkehrs zu verschwinden droht wie... wie... wie die Aussicht auf einen Hauptgewinn an der Losbude. 

Freimarkt in Bremen auf der Bürgerweide

Aber man kann auch Glück haben auf der Bürgerweide. Wenn es einem nämlich gelingt, im allgemeinen Gedränge allgegenwärtigen Bedrohungen zu entkommen – vom so klebrigen wie spitzen Zuckerwattespieß bis zum bierseligen Lasst-mich-Euch-alle-mal-umarmen-Freimarktsbummler. Wenn es einem gelingt, mit einem kühnen Hechtsprung einen Platz im Festzelt zu ergattern. Nur, um sich plötzlich in einer bajuwarisch durchwirkten, blau-weiß schimmernden Welt wiederzufinden. 

Macht man so etwas als Bremer? Nein, niemals natürlich. Jedenfalls nicht auf bremischem – sprich: heimatlichem – Grund. Warum also nicht einfach mal den Freimarkt ausfallen lassen? Findorff könnte durchatmen. Und vielleicht wird dann sogar das Wetter besser.

Alle aktuellen Infos zum Freimarkt in Bremen auf fremarktlife.de

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