Kämpferin mit Charme

Frauenbeauftragte Ulrike Hauffe geht in Ruhestand

Bürgermeister Carsten Sieling und Senatorin Anja Stahmann verabschieden Ulrike Hauffe (Mitte), Bremens langjährige Landesfrauenbeauftragte. - Foto: Senatspressestelle
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Bürgermeister Carsten Sieling und Senatorin Anja Stahmann verabschieden Ulrike Hauffe (Mitte), Bremens langjährige Landesfrauenbeauftragte.

Bremen - Von Elisabeth Gnuschke. Mehr als 20 Jahre war sie Bremens Landesfrauenbeauftragte: Am Dienstagnachmittag ist Ulrike Hauffe vor mehreren hundert Besuchern bei einem Senatsempfang im Rathaus in den Ruhestand verabschiedet worden. Wer sie kennt, weiß, dass Hauffe eine unermüdliche Kämpferin für die Belange von Frauen ist. Und die 66-Jährige hat das all die Jahre sehr engagiert gemacht, aber nie unangenehm.

Im Gegenteil, Hauffe war zwar immer überzeugt von der Sache, aber sie begegnete auch Zweiflern stets mit Charme, Humor und Herzlichkeit. Und wen sie nicht beim ersten Mal überzeugen konnte, bei dem versuchte sie es erneut. Dass Frauen seit 2015 als Gäste an der Schaffermahlzeit teilnehmen dürfen, ist mit ihr Verdienst. Erinnert sei hier an das Spalier 2013 von Frauen in Frack oder Anzug für die Gäste des Traditionsmahls.

Bürgermeister Carsten Sieling (SPD) hob Hauffes „großes Engagement und viel Herzblut für die Belange von Frauen“ hervor. „Viele Projekte, die die Situation von Frauen nachhaltig positiv verändert haben, hat sie in dieser Zeit erfolgreich auf die politische Agenda und in das Bewusstsein der Gesellschaft gebracht“, betonte er. 

Sozial- und Frauensenatorin Anja Stahmann (Grüne) lobte Hauffe als „kraftvolle, weil äußerst hartnäckige Fürsprecherin von Frauenbelangen“. Stahmanns Beschreibung für Haufee: „Im Umgang sehr charmant, in der Sache aber umso unnachgiebiger.“ Sie habe zu überzeugen, nicht zu überreden versucht. Gleichstellungspolitik in Bremen habe mit ihr über fast ein Vierteljahrhundert ein deutliches Profil bekommen.

Ulrike Hauffe, Diplom-Psychologin, wurde 1994 erstmals von der Bremischen Bürgerschaft zur Landesfrauenbeauftragten gewählt. Sie war Nachfolgerin von Ursel Kerstein, der ersten deutschen Frauenbeauftragten überhaupt. 2006 wurde Hauffe erneut für zwölf Jahre gewählt. Die 66-Jährige hört nun ein Jahr früher auf, um mehr Zeit für die Familie zu haben.

Hauffes Nachfolgerin wird ab November Bettina Wilhelm, zuletzt Bürgermeisterin von Schwäbisch-Hall.

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