Bundesweit weiterhin Schlusslicht

Arbeitslosigkeit in Bremen sinkt im Jahresdurchschnitt

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Der Weg zur Vollbeschäftigung ist noch weit, aber im Land Bremen geht es wie in der gesamten Republik mit der Zahl der Beschäftigten aufwärts. Das zeigt die Bilanz des vergangenen Jahres.

Bremen - Von Ralf Sussek. Es war ein gutes Jahr für Bremen – das geflügelte Wort eines Bremer Alt-Bürgermeisters („ein guter Tag für Bremen“) trifft auf jeden Fall für den Arbeitsmarkt im Zwei-Städte-Staat zu. Die lebhafte Konjunktur ließ die Arbeitslosigkeit im Jahresdurchschnitt sinken. Das Bundesland Bremen folgte damit dem Bundestrend.

Mit im Jahresdurchschnitt 37 926 arbeitslos gemeldeten Personen ist die Arbeitslosigkeit im Bezirk der Agentur für Arbeit Bremen-Bremerhaven gegenüber dem Vorjahr um 745 Personen oder 1,9 Prozent gesunken. Die durchschnittliche Arbeitslosenquote betrug im Jahr 2017 9,3 Prozent. Gegenüber dem Vorjahr gab es einen Rückgang um 0,2 Prozentpunkte.

Die Arbeitsagentur Bremen-Bremerhaven umfasst drei sogenannte Geschäftsstellen: die Stadt Bremen, die Stadt Bremerhaven und den Landkreis Osterholz. Dort betrug die durchschnittliche Arbeitslosenquote lediglich 3,8 Prozent. Das senkt die Quote für den gesamten Bezirk. 

Arbeitslosenquote im Bundesland Bremen bei 10,2 Prozent

Nach Angaben des Statischen Bundesamtes betrug die Quote im Bundesland Bremen (also für die Städte Bremen und Bremerhaven) 10,2 Prozent und sank damit um 0,3 Prozentpunkte. Bremen ist damit bundesweit Schlusslicht. Es folgt Berlin (9,0 Prozent, minus 0,8 Prozentpunkte) und Mecklenburg-Vorpommern (8,6 Prozent, minus 1,1 Prozentpunkte). Zum Vergleich: Niedersachsen hat eine Quote von 5,8 Prozent (minus 0,2 Prozentpunkte), Hamburg 6,8 Prozent (minus 0,3).

Laut Arbeitsagentur Bremen-Bremerhaven hat die durchschnittliche Arbeitslosigkeit in der Stadt Bremen zugenommen. Mit 28 027 arbeitslos gemeldeten Personen ist die Arbeitslosigkeit gegenüber dem Vorjahr um 171 Personen oder 0,6 Prozent gestiegen. Die durchschnittliche Arbeitslosenquote betrug im Jahr 2017 in der Stadt Bremen 9,7 Prozent und war gegenüber dem Vorjahreswert unverändert.

Sondereffekte beeinflussen Entwicklung

In der Stadt Bremerhaven ist die durchschnittliche Arbeitslosigkeit den Angaben zufolge (7.660 Personen gegenüber dem Vorjahrwert von 8.537) um 878 Menschen (10,3 Prozent) gesunken. Die durchschnittliche Arbeitslosenquote betrug dort somit 13,0 Prozent und lag um 1,6 Prozentpunkte unter dem Durchschnittsjahreswert des Vorjahres 2016.

„Von der guten konjunkturellen Entwicklung des vergangenen Jahres konnten auch die Arbeitslosen im Bezirk der Agentur für Arbeit Bremen-Bremerhaven profitieren. Die jahresdurchschnittliche Zahl der Arbeitslosen ist gesunken“, sagte Dr. Götz von Einem, Geschäftsführer der Agentur für Arbeit Bremen-Bremerhaven. 

„Daneben haben einige Sondereffekte Einfluss auf die Entwicklung der Arbeitslosigkeit im Arbeitsagenturbezirk im vergangenen Jahr gehabt. In Bremerhaven ist die vorrübergehend hohe Zahl unberechtigter Leistungsbezieher aus Osteuropa zu nennen. Und – wenn auch bisher in geringem Maße – die Einmündung von Flüchtlingen in die Arbeitslosigkeit.“

Engpässe bei Fachkräften

Bei der gemeldeten Arbeitskräftenachfrage zeigten sich nach Agenturangaben Fachkräfteengpässe, die dazu führten, dass die Besetzung offener Stellen länger dauerte und sich der durchschnittliche Stellenbestand weiter erhöhte.

So wurden der Arbeitsagentur Bremen-Bremerhaven im vergangenen Jahr 22.521 Stellen zur Besetzung angezeigt. Das waren 794 Stellen oder 3,4 Prozent weniger als im Jahr zuvor. Der jahresdurchschnittliche Stellenbestand lag 2017 um 117 Stellen oder 1,7 Prozent über dem Durchschnittsbestand des Vorjahres.

Im Dezember 2017 war die Arbeitslosigkeit den Angaben der Arbeitsagentur zufolge in der Stadt Bremen gegenüber November noch um einen Prozentpunkt auf 9,4 Prozent gesunken, in der Stadt Bremerhaven war sie gegenüber dem Vormonat um 0,2 Prozentpunkte auf 12,4 Prozent gestiegen.

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