Das Focke-Museum würdigt seinen Gründer

Erinnerung an einen Sammler

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Ein leidenschaftlicher Sammler, ein Bremen-Erforscher und Museumsgründer: Johann Focke auf einer Fotografie aus der Zeit um 1920. 

Bremen - Von Thomas Kuzaj. Das Focke-Museum in Schwachhausen, es hat seinen Namen vom Senats-Syndicus und – eben – Museumsgründer Johann Focke (1848 bis 1922), dem Vater des Hubschrauber-Erfinders Henrich Focke (1890 bis 1979). Den 170. Geburtstag des Gründers würdigt das Museum nun mit einem Rundgang.

Focke sammelte Bremensien und Exponate zu Bremens Geschichte. Ab 1881 plante er dann, diese Sammlung öffentlich zugänglich zu machen. Es dauerte aber noch ein paar Jahre, bis es soweit war – und Schwachhausen war noch nicht im Spiel. Anno 1900 eröffnete Focke in Kreuzgang und Refektorium des früheren Katharinenklosters in der Innenstadt sein „Historisches Museum für bremische Altertümer“, wie es anfangs hieß.

1905 zog das Museum in einen Domanbau um und 1913 in die Großenstraße, in das Gebäude eines ehemaligen Altenheims. Dorthin, wo an der Schwelle zur Überseestadt noch heute der „Focke-Garten“ an die Museumszeiten erinnert. Vor 100 Jahren, zu Fockes 70. Geburtstag, wurde das Haus in „Focke-Museum für bremische Altertümer“ umbenannt.

Im Zweiten Weltkrieg wurden die Museumsbestände größtenteils ausgelagert. Das Haus war schon im Oktober 1939 geschlossen worden. Bomben zerstörten das Gebäude an der Großenstraße schließlich. Nach dem Krieg begann der Neustart in Schwachhausen – zunächst im Haus Riensberg; 1964 wurde auf dem Schwachhauser Areal dann das neue Hauptgebäude errichtet.

Doch zurück zum Gründer und – letztlich – Namensgeber des Museums. Dem – so eine Sprecherin – „engagierten Sammler und Erforscher der bremischen Geschichte“ widmet das nach ihm benannte Haus zum 170. Geburtstag einen Rundgang durch die Dauerausstellung. Natürlich wird die Sammlung sozusagen auf Fockes Spuren durchstreift. Der Historiker David Pfeffer will – so eine Ankündigung – zeigen, „wie sehr Fockes Sammlungstätigkeit das Museum geprägt hat“. Termin: Freitag, 8. Juni, 15.30 Uhr. Der Eintritt beträgt acht Euro, ermäßigt fünf Euro. „Eine Anmeldung ist nicht erforderlich“, hieß es weiter.

Hohlbein-Lesung mit „Killer City“

Mit etwa 43 Millionen verkauften Büchern zählt der Fantasy-, Science-Fiction- und Horror-Spezialist Wolfgang Hohlbein zu den auflagenstärksten Autoren Deutschlands. Sein neues Buch heißt „Killer City“. Es spielt in der Vergangenheit – im Chicago des Jahres 1893. Die soeben eröffnete Weltausstellung lockt Millionen von Besuchern nach Chicago. Doch unter die nichtsahnenden Gäste hat sich ein Raubtier gemischt. . .

Was dann geschieht, ist demnächst in Bremen genauer zu erfahren. Hier nämlich wird Wolfgang Hohlbein mit seinem neuen Roman zu einer Lesung erwartet. Sie beginnt am Donnerstag, 7. Juni, um 19.30 Uhr bei „Thalia“ an der Obernstraße. Einlass: 19.15 Uhr. Eintritt nach Angaben einer Sprecherin: sieben Euro.

Nadolny und Degen im Sendesaal

Zwei Musiker, ein Status: Geheimtipp – so jedenfalls kündigt eine Sendesaal-Sprecherin den gemeinsamen Auftritt des Tenorsaxophonisten Matthias Nadolny und des Pianisten Bob Degen im herrlichen Klangraum an der Bürgermeister-Spitta-Allee an. Termin hier: Freitag, 8. Juni, 20 Uhr. Nadolny sei „mit seinem wandlungsfähigen, stets identifizierbaren individuellen Ton und seiner melodischen Phantasie“ zu einer „festen Größe in der deutschen Jazz-Szene geworden“. Degen genieße unter „Kollegen und Kennern hohe Achtung“. Eintritt: 25 Euro, ermäßigt 15 Euro.

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