Tanzshow fesselt das Publikum

„Let’s dance“ sorgt in Bremen für eine volle Stadthalle

 Rúrik Gíslason und  Renata Lusin tanzen neben einem Feuerkelch.
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Feurige Show: Der isländische Ex-Fußballer Rúrik Gíslason und seine Profi-Tanzpartnerin Renata Lusin begeisterte Jury und Publikum.

Normalität kehrt zurück: Die Hallen sind wieder voll. Doch wie lange noch? Die Live-Tour der Tanzshow „Let’s dance“ jedenfalls war in Bremen ausverkauft. 

Bremen – Die Hütte ist voll. 8 500 Zuschauer sind am Freitagabend unter der 2G-Regelung in die ÖVB-Arena zu „Let’s dance – Die Live-Tour 2021“ gekommen. Ein bunt gemischtes Publikum erlebt eine vielfältige Pracht von Tänzen. An dem Abend in der Bremer Stadthalle gewinnen Ex-Fußballer Rúrik Gíslason und seine Profi-Tanzpartnerin Renata Lusin.

Beide waren auch die Gewinner der jüngsten Staffel. Sie zeigen einen Jive zu „Don’t worry, be happy“, locker, flockig und virtuos. Auch präsentieren sie im ersten Teil einen feurigen Paso Doble zu „Hanuman“, umgeben von flammenden Feuerkelchen. Die Bewegungen sind perfekt ausgearbeitet. Alles wirkt unglaublich zackig und gekonnt – eine energetische und zugleich stolze Darbietung. Auch die Gesichter zeigen Kraft, Anspannung und Leidenschaft. Es knistert förmlich.

Beide Male gibt es die Höchstwertung von den drei Jury-Mitgliedern Motsi Mabuse, Joachim Llambi und Jorge González. Das erreichen auch Lili Paul-Roncalli, die zusammen mit Massimo Sinató in 2020 gewann, und ihr Profi-Partner Andrzey Cibis. Doch auch das Publikum darf mit abstimmen und so steht das Siegerpaar am Ende des Abends fest.

Sieger 2021 gewinnt vor Siegerin 2020

Sechs Paare, bekannt aus den Staffeln von 2020 und 2021, aus Prominenten und Profi-Tänzer erobern in der Mitte der Halle eine riesige Tanzfläche. Schauspielerin Valentina Pahde kann verletzungsbedingt nicht teilnehmen. Auch aufwendige Gruppentänze sind zu sehen. Die Zuschauer sind begeistert. Ein 29-jähriger Besucher aus Oldenburg spricht nach der Show sogar vom besten Event, das er bisher besucht habe.

Im ersten Teil des Abends beeindrucken Paul-Roncalli, jüngste Tochter des Zirkusdirektors Bernhard Paul, und Cibis mit einem gefühlvollen Tango zu „Maintenant“. Ruhe und Beschleunigung, sanfte Attitüde und Zackigkeit wechseln. Mabuse lobt, die von Roncalli kreierte Atmosphäre. Paul beeindruckt durch eine absolute Körperbeherrschung. Im zweiten Teil gibt es einen Freestyle zu „Clubbed to death“. Das Paar ist in schwarzen, hautengen Anzügen gekleidet. Natürlich ist Akrobatik dabei. Paul steigt auf die Arme, spreizt die Beine zu einer Linie. Elegant und locker sind ihre Handstandüberschläge. Sie spielt ihr akrobatisches Können voll aus. Im Hintergrund ist Computergrafik mit vielen Linien zu sehen. Eine futuristische Nummer. Mabuse lobt, wie Roncalli ihre Welt des Zirkus und die des Tanzes verschmelzen lässt.

Ohne Jury keine Tanzshow: Jorge González (v.l.), Motsi Mabuse und Joachim Llambi.

Männer-Paar begeistert Motsi Mabuse

Jedes Tanzpaar an diesem Abend hat auf irgendeine Weise einen eigenen Stil. Darum wird es auch nicht langweilig. Nicolas Puschmann, bekannt durch die Dating-Show „Prince Charming“, tanzt zusammen mit Vadim Garbuzov, das erste Männerpaar bei „Let’s dance“. Beide zeigen einen langsamen Walzer. Der Boden in der Mitte der Halle wird mit Nebel gefüllt. Eine etwas verwunschene „Landschaft“. Beide spielen mit Eleganz und Nähe. Im Hintergrund geht schließlich ein Funkenregen nieder. Das Publikum ist begeistert.

„Ich habe immer schöne Gefühle, wenn ich euch tanzen sehe“, sagt Mabuse. Zu „Du hast den Farbfilm vergessen“ zeigen die zwei Männer einen schnellen Charleston vor Strandkulisse. Der Tanz wirkt munter und frech. Das Männer-Paar tanzt innig zusammen, dann wird demonstrativ der Kopf vom Partner abgewendet.

Bremen überrundet Nürnberg

Und dann gibt es noch einen Publikumstanz. Ein junges Paar meldet sich und wird auf die Bühne geholt. Es handelt sich um die zwölfjährige Melina aus Bremen und ihren Trainer René aus Oldenburg. Die beiden wählen als Tanz eine Rumba. Das Ergebnis ist ein Augenschmaus. Die beiden machen ihre Sache phantastisch. Der Applaus danach ist immens, möglicherweise der Applaus-Rekord des Abends. Auch die Jury ist hin und weg. Dreimal zehn Punkte lautet ihr Urteil. „Ihr wart mega“, sagt González. Beim Publikumstanz gibt es außerdem ein Städte-Ranking, bis zu diesem Abend von Nürnberg angeführt. Llambi sagt: „Nürnberg ist Geschichte. Bremen führt weit.“

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