So viel Regen wie in einem Monat

Feuerwehr und Hansewasser ziehen Wetterbilanz

Bremen - Bei dem Unwetter, das am Donnerstag in den frühen Abendstunden mit Starkregen und Blitzschlag über Bremen zog, hat es insbesondere die Stadtteile Steintor, Schwachhausen, Borgfeld und Horn getroffen. Das hat ein Sprecher der Feuerwehr am Freitag mitgeteilt.

Spitzenreiter war dabei Horn mit 20 Litern pro Quadratmeter Spitzenreiter, teilte Hansewaser mit. In den besagten Stadtteilen liefen laut Feuerwehr etliche Keller, Wohnungen und Tiefgaragen voll Wasser. Die Feuerwehr wurde zu insgesamt rund 45 Einsätzen gerufen. 

Pumpen retten Zeltlager

Am Stadtwaldsee gerieten die Teilnehmer eines Zeltlagers der Jugendfeuerwehr aus Wolfsburg in Schwierigkeiten. Fünf Einsatzfahrzeuge mit ihrem Pumpen waren notwendig, das Zeltlager zu retten. Personen kamen nicht zu Schaden, so der Sprecher. Eingesetzt wurden drei Feuerwachen sowie neun Freiwillige Wehren, zusammen etwa 120 Helfer mit rund 30 Fahrzeugen. 

Freitagmorgen gegen 9 Uhr kam es laut Hansewasser in den besagten Stadtteilen zu Niederschlägen von rund 50 Liter pro Quadratmeter. Zum Vergleich: Die durchschnittliche Regenhöhe eines gesamten Monats in Bremen liegt bei 60 Liter pro Quadratmeter. 

Grüne: Extreme Niederschläge werden durch den Klimawandel die Regel

Hansewasser fuhr daher die Abwasserpumpen hoch, die Entlastungskanäle und Regenwasserrückhaltebecken mit einem Speichervolumen von zusammen rund 270 Millionen Litern wurden gefüllt. Zur Entlastung des Kanalnetzes wurden bis Freitag um 10 Uhr etwa 180 Millionen Liter in bremische Gewässer eingeleitet, so Hansewasser. 

Die Grünen nahmen das Unwetter zum Anlass, eine Bremische Gründachverordnung für Neubaugebiete und mehr dezentrale Regenrückhaltefläche entlang dem Kanalnetz zu fordern. Solche extremen Niederschläge würden Bremen im Zuge des Klimawandels häufiger treffen, sagte die Fraktionsvorsitzende Maike Schaefer. Wegen der Starkregen und der fortschreitenden Versiegelung von Flächen lehnen die Grünen demnach die Bebauung von Kleingartengebieten und Überschwemmungsbereichen wie Brokhuchting ab. 

sk

Rubriklistenbild: © dpa

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