Kontakt zu weiteren Beteiligten über Anwälte

Messerstiche an der „Waterfront“: Verdächtiger stellt sich

Bremen - Von Elisabeth Gnuschke. Nach den Messerstichen am Einkaufszentrum „Waterfront“ in Gröpelingen am Sonnabendabend hat sich ein Verdächtiger den Ermittlern gestellt. Das bestätigte am Montag Oberstaatsanwalt Frank Passade.

Der Mann habe in Begleitung seines Anwalts das Polizeipräsidium in der Vahr aufgesucht, sagte Passade auf Nachfrage. Ob die Staatsanwaltschaft ihren Antrag auf Haftbefehl wegen versuchten Totschlags gegen den Verdächtigen aufrechterhält, war zunächst noch offen.

Insgesamt hatte die Polizei nach drei Tatverdächtigen gefahndet. Sie sollen vor dem Haupteingang eines Textilmarktes im Shopping-Center mit einem 29-Jährigen in Streit geraten sein. Ein Mann soll ein Messer gezogen und den 29-Jährigen schwer verletzt haben. Den Angaben zufolge geht es dem Opfer besser, Lebensgefahr habe zu keiner Zeit bestanden, sagte Passade.

Verletzt wurde der 29-Jährige im Bauch und am Arm. Den Angaben zufolge kennen sich die vier Männer. Ob es noch weitere Beteiligte gab, soll im Zuge der Ermittlungen geklärt werden. Warum es zum Streit kam, ist bisher offen, sagte der Oberstaatsanwalt.

1000 Personen von Streit-Folgen betroffen

Die Polizei war mit einem Großaufgebot ausgerückt, da die Lage zunächst unklar war. Die „Waterfront“ wurde umstellt und geräumt. Rund 1000 Menschen waren betroffen. In den sozialen Medien gab es wilde Gerüchte. Sie reichten vom Amoklauf bis zur Bombendrohung.

Letztlich konzentrierte sich die Polizei bei der Fahndung auf drei Verdächtige, die namentlich bekannt waren. Die Ermittler durchsuchten am Wochenende zwei Wohnungen, allerdings ohne Erfolg. Inzwischen hat sich nicht nur ein Tatverdächtiger gestellt. Über Anwälte gebe es bereits eine Kontaktaufnahme zu den beiden anderen ins Visier geratenen Männern, sagte Frank Passade.

Rubriklistenbild: © Andre van Elten

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