Bremen feiert 50 Jahre „Beat-Club“

Bitte um Verständnis

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Das Ensemble der Produktion „Beat-Club – die Show“ im „Fritz“ am Herdentorsteinweg.

Von Thomas Kuzaj. Musik: Es war eine Revolution, eine Zeitenwende. Als mit kräftiger Bremer Hilfe die von vielen Menschen verachtete Beat-Musik im (west-)deutschen Fernsehen ankam, war das (wie soll man es sagen?) ungefähr so, als würde heute Helene Fischer plötzlich mit einer Death-Metal-Show im TV aufkreuzen. Es war, kurz gesagt, unglaublich. Heute wird Rockmusik in den Feuilletons besprochen. Das war unvorstellbar, als Radio Bremen den „Beat-Club“ von TV-Regisseur Mike Leckebusch (1937 bis 2000) ins Fernsehen brachte.

Musik: Es war eine Revolution, eine Zeitenwende. Als mit kräftiger Bremer Hilfe die von vielen Menschen verachtete Beat-Musik im (west-)deutschen Fernsehen ankam, war das (wie soll man es sagen?) ungefähr so, als würde heute Helene Fischer plötzlich mit einer Death-Metal-Show im TV aufkreuzen. Es war, kurz gesagt, unglaublich. Heute wird Rockmusik in den Feuilletons besprochen. Das war unvorstellbar, als Radio Bremen den „Beat-Club“ von TV-Regisseur Mike Leckebusch (1937 bis 2000) ins Fernsehen brachte.

ARD-Sprecher Wilhelm Wieben warnte die Zuschauer: „Sie aber, meine Damen und Herren, die Sie Beat-Musik nicht mögen, bitten wir um Ihr Verständnis: Es ist eine Live-Sendung mit jungen Leuten, für junge Leute. Und nun geht's los!“

50 Jahre ist das jetzt her. Ein halbes Jahrhundert. Welch lange Zeit das ist, lässt sich ungefähr ermessen, wenn man sich Mick Jagger und Keith Richards heute anguckt. Sie machen noch das, was sie früher machten. Aber etwas ist anders...

Nun denn – 50 Jahre „Beat-Club“, das ist ein Jubiläum, das in Bremen natürlich ganz groß gefeiert wird. Besonders im Fokus: Moderatorin Uschi Nerke als „Beat-Club“-Legende. Morgen, Freitag, ist sie Gast der Bremer Talkshow „3nach9“ (drittes Programm, 22 Uhr).

Ebenfalls morgen erreicht das „Beat-Club“-Fieber die Lloyd-Passage – und wie! Nerke und ihr Moderatorenkollege Gerd Augustin werden dort in die Bronzeplattensammlung „Mall of Fame“ aufgenommen. Oder besser: ihre Handabdrücke – samt „Beat-Club“-Signet. Das Spektakel beginnt um 11 Uhr und mit dem entsprechenden Brimborium. Inga Rumpf singt „Love Hurts“ und wird mit „Beat-Club“-Redakteur Jörg Sonntag an die wilden Zeiten von einst erinnern. Auch die Beat-Experten von „Larry and the Handjive“ sind in der Passage dabei.

Die zur Herstellung der Bronzetafel nötigen Gipsabdrücke der Moderatorenhände sind bereits im August genommen worden.

Am Montag, 21. September, zeigt die ARD zu fortgeschrittener Stunde (sprich: um 23.30 Uhr) „Generation ‚Beat-Club‘“, eine Dokumentation von Michael Meert und Carl-Ludwig Rettinger, spürt den gesellschaftlichen Veränderungen der Beat-Epoche nach.

Revue im

„Fritz“-Theater

Eine Show mit 50 Songs, eine Mischung aus Konzert und Revue, Musical und Zeitreise präsentiert derweil das Bremer „Fritz“-Theater (Herdentorsteinweg) zum Thema.

Dort hat morgen, Freitag, die neue Produktion „Beat-Club – die Show“ Premiere (20 Uhr, weitere Vorstellungen dann bis 24. Januar 2016). Buch und Regie: Christopher Kotoucek, Choreographie: Kerstin Ried, musikalische Leitung: Oliver Ahlbrecht.

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