Ermittlungen laufen weiter

Drei Tote bei Explosion in Wohnhaus - Ermittler gehen von Vorsatz aus

Explosion Bremen-Huchting
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Bei der Explosion und dem anschließenden Feuer in Bremen-Huchting ist das Gebäude schwer beschädigt worden.

Bremen - In Bremen hat es am Donnerstagmorgen gegen 4.30 Uhr eine heftige Explosion im Dachgeschoss eines Wohnhauses im Stadtteil Huchting gegeben. Dabei sind drei Personen ums Leben gekommen.

*** Update vom 29. Juni: Laut einer gemeinsamen Presseerklärung der Polizei Bremen und der Staatsanwaltschaft Bremen gehen die Ermittler davon aus, dass die bei der Explosion gestorbene 41 Jahre alte Frau die Explosion vorsätzlich verursacht hat. 

Die aktuelle Spurenlage deute darauf hin, dass sie die Gasleitung manipulierte. Ebenso sei ein Abschiedsbrief gefunden worden. Die Hintergründe der Tat sind Teil der fortlaufenden Ermittlungen, heißt es abschließend.

*** Original-Meldung vom 28. Juni:

Nach der Explosion habe das oberste Stockwerk lichterloh in Flammen gestanden, sagte eine Polizeisprecherin. In einer Pressemeldung berichtet die Polizei, dass es sich bei den Toten um eine 41 Jahre alte Frau und ihren siebenjährigen Sohn handele. Das dritte Opfer sei eine 70 Jahre alte Frau, die sich in einem angrenzenden Haus aufgehalten hatte.

Eine Anwohnerin wurde mit Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung in eine Klinik transportiert. Die Feuerwehr sei bis in den Morgen dabei gewesen, die Flammen zu löschen, erklärte eine Polizei-Sprecherin. Im Umkreis von hundert Metern seien vorsorglich alle Häuser evakuiert worden. 

Trümmer hatten mehrere umstehende Häuser und Autos an der Kirchseelter Straße beschädigt. Die Wucht der Explosion habe Trümmerteile 100 Meter weit geschleudert, sagte ein Sprecher der Feuerwehr. „So etwas habe ich noch nicht gesehen.“

Video

Die Unglücksursache muss noch ermittelt werden. Vermutet wird eine Gasexplosion. Noch um 9 Uhr musste die Feuerwehr den Unglücksort erneut wegen „Gasalarms“ räumen. Auch die Mitarbeiter eines Friseursalons in der Kirchseelter Straße mussten das Geschäft verlassen. Rauchen war streng verboten.

Wohnhaus bei Explosion vollständig zerstört

 © Christian Butt
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 © Florian Kater
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Ein angrenzendes Haus sowie eine nahe Garage gerieten ebenfalls in Brand. In der Nachbarschaft haben sich die Bewohner schnell organisiert, um sich gegenseitig zu helfen. Rund 120 Feuerwehrleute waren im Einsatz. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen und untersucht den Tatort.

Bremens Bürgermeister Carsten Sieling zeigte sich am Donnerstagabend bestürzt: „Mein Mitgefühl gilt den Angehörigen und Freunden der Opfer. Jetzt geht es darum, für die weiteren Betroffenen schnelle Unterstützung zu leisten. In diesem Zusammenhang danke ich Feuerwehr, Polizei und allen, die in dieser Situation umsichtig und beherzt geholfen haben.“

cb/kom/Mit Material der dpa

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