Bremen erhält zwei Millionen Euro vom Bund / Netzwerk berät und vermittelt

Integration durch Arbeit

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Götz von Einem (v.l.), Markus Saxinger und Elisabeth Mahlberg-Wilson stellen das Netzwerk zur Integration von Asylbewerbern in den Arbeitsmarkt vor.

Bremen - Von Viviane Reineking. Mit einem Verbundprojekt aus sechs Trägern – dem Bremer und Bremerhavener Integrationsnetz, kurz: Bin – will das Land Flüchtlinge schneller und nachhaltig in den Arbeitsmarkt vermitteln. Die Fortsetzung der Arbeit bis 2019 fördert der Bund jetzt mit rund zwei Millionen Euro.

1937 Asylbewerber sind im November nach Bremen gekommen, 11000 könnten es nach Schätzungen des Sozialressorts in diesem Jahr insgesamt werden. Der Kreisverband Bremen des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) koordiniert als Netzwerkträger ein Projekt, das Flüchtlinge berät und ihnen qualifizierende Angebote wie Deutschkurse, schulische Ausbildungen und Praktika sowie Jobangebote vermittelt. Erste Anlaufstelle für eine Beratung ist das Paritätische Bildungswerk, das Vorqualifikationen, Fähigkeiten und Alter klärt. Das Arbeitsförderungs-Zentrum übernimmt die Betreuung in Bremerhaven. Zuständig für Flüchtlinge unter 25 Jahre ist die Waller Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaft. Das gemeinnützige Kompetenzzentrum der Handwerkskammer bereitet junge Flüchtlinge auf eine duale Berufsausbildung vor. Das Kulturzentrum Lagerhaus übernimmt die Qualifizierung und Vermittlung von Asylbewerbern über 25

Jahre.

Das Projekt arbeitet bereits seit 2008 und wird jetzt mit Mitteln aus dem Europäischen Sozialfonds weitergefördert. Zu den knapp 2,1 Millionen Euro vom Bund kommen Gelder der Träger und der Stadt Bremerhaven, so dass für die vier Jahre insgesamt etwas mehr als 2,3 Millionen Euro zur Verfügung stehen.

Seit 2008 seien knapp 1300 Teilnehmer betreut worden, in der aktuellen Förderphase wolle man knapp 1100 Menschen beraten und in Jobs vermitteln, sagte gestern bei der Vorstellung des Netzwerkes Markus Saxinger. „Es geht dabei aber nicht um Handlangertätigkeiten“, so der Bin-Projektleiter. „Die Motivation der Teilnehmer ist sehr hoch“, weiß Elisabeth Mahlberg-Wilson, Leiterin des Zentrums für Schule und Beruf des DRK.

Um Asylsuchende in den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt zu vermitteln, arbeitet das Netzwerk eng mit Kammern, Behörden, Beratungsstellen und Betrieben zusammen. „Viele sind bereit, Flüchtlinge aufzunehmen oder zu beschäftigen“, so Saxinger, es herrsche aber eine Unkenntnis über die bestehenden Möglichkeiten. Asylbewerber zügig in den Arbeitsmarkt zu bringen sei „die wirkungsvollste Form von Integration und Armutsprävention“, so Wirtschafts- und Arbeitssenator Martin Günthner (SPD). Chancen auf Arbeit gebe es zum Beispiel in der Logistik, Pflege und als Berufskraftfahrer. Seit Anfang 2014 arbeitet Bin auch mit der Bremer Agentur für Arbeit zusammen. Geschäftsführer Götz von Einem hofft, dass das Netzwerk auch einen Beitrag für die nach Fachkräften suchende Wirtschaft leistet.

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