IG Metall und Bremer Daimler-Werk

Einigung auf einheitliche Nachtzuschläge

Bremen – Die IG Metall und das Bremer Daimler-Werk haben sich rund sechs Wochen nach einem Urteil des Landesarbeitsgerichts auf eine Neuordnung der Nachtarbeitszuschläge verständigt.

Statt der vom Gericht bemängelten unterschiedlichen Zuschläge von 15 und 50 Prozent für regelmäßige beziehungsweise unregelmäßige Nachtarbeit solle es rückwirkend zum 1. April einen einheitlichen Zuschlag von 25 Prozent pro Stunde geben, teilte die IG Metall gestern mit. Zusätzlich erhält jeder Beschäftigte in Dauernachtschicht pro Jahr elf freie Tage und jeder Wechselschicht-Beschäftigte zwei freie Tage.

„Das Ergebnis ist für beide Seiten ein richtiger und wichtiger Schritt“, sagte IG-Metall-Geschäftsführer Volker Stahmann. Nach seiner Schätzung sind etwa 2.000 Dauernachtschichtarbeiter betroffen, die künftig deutlich höhere Zuschläge beziehungsweise mehr Freizeit bekommen. Zu 98 Prozent gebe es in dem Werk nur regelmäßige Nachtarbeit, betonte Stahmann. Für Beschäftigte, die Ansprüche vor dem 1. April geltend gemacht hätten, werde das Unternehmen eine Pauschalzahlung von bis zu 200 Euro pro Monat anbieten, wenn der Betroffene auf eine Klage verzichte.

„Arbeitnehmervertreter und Unternehmensleitung haben gemeinsam einen guten und tragfähigen Kompromiss für die Beschäftigten und den Standort getroffen. Durch das neue Entlastungsmodell haben wir zudem wichtige qualitative Verbesserungen vereinbaren können“, betonte Heino Niederhausen, Personalleiter Mercedes Benz Werk Bremen.

Das Gericht hatte im April der Klage eines Beschäftigten stattgegeben, der bei Daimler regelmäßig in der Nachtschicht arbeitete. Dafür bekam er gemäß Manteltarifvertrag weniger Zuschlag als Mitarbeiter, die unregelmäßig nachts arbeiten. 

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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