Bremer Sängerin Ann Doka mischt die Country-Szene auf

Eine Prise Nashville

Mischt die Szene auf: Die Bremer Country-Sängerin Ann Doka verpasst dem zum Teil angestaubten Country-Image neuen Pep. Ihre Musik wird mittlerweile im US-amerikanischen Nashville, dem „Mekka des Country“, produziert.
+
Mischt die Szene auf: Die Bremer Country-Sängerin Ann Doka verpasst dem zum Teil angestaubten Country-Image neuen Pep. Ihre Musik wird mittlerweile im US-amerikanischen Nashville, dem „Mekka des Country“, produziert.

Eine Bremer Sängerin startet durch. Und dabei spielen Country-Musik und Nashville eine Rolle.

Bremen – Früher, da waren es Auftritte bei goldenen Hochzeiten, die diese zum „Highlight des Tages“ machten und ihr das Taschengeld aufbesserten. Heute spielt die Bremerin Ann Doka vor mehreren tausend Zuschauern. An ihrer Liebe zur Musik, ganz besonders zum Country, hat sich dabei nichts geändert, auch wenn sie heute wesentlich professioneller an die Sache herangeht – und ihre Musik mittlerweile im US-amerikanischen Nashville, dem „Mekka des Country“, produziert.

Es war dieses eine Lied, das vor vielen Jahren aus den Boxen des Autoradios drang – und den Startschuss für ihre musikalische Karriere ebnen sollte. „I Swear“ von der Band „All for One“, bloß in der Country-Version des Sängers John Michael Montgomery, hörte die damals 14 Jahre alte Ann Doka. Die Melodien, die Stimmen, die speziellen Instrumente, die in kaum einem anderen Musikgenre vorkommen – all das fasziniert die Wahl-Bremerin bis heute.

Bremer Sängerin Ann Doka: Der Norden passt zu mir

Ursprünglich aus der Nähe von Frankfurt, zog es Ann Doka, so ihr Künstlername, vor knapp sechs Jahren in den Norden der Republik. Hier erwartete sie damals nicht nur die Liebe, sondern, wie sie selbst sagt, auch „ganz tolle Menschen“ und „eine Heimat, die besser zu mir passt“.

„Eine hessische Frohnatur“, so Ann Doka“, „wurde hier gebraucht. Ich rede viel. Wie der Hesse sagen würde: babbeln.“ Ihre Musik, das betont sie, habe dabei nichts mit dem klassischen Country zu tun. Ja, es gebe Ähnlichkeiten, aber sollte sie ihr kreatives Schaffen beschreiben, würde sie es eher „Songwriting-Pop mit einer Prise Nashville“ nennen. Viele Musiker, die zu Weltstars wurden, hätten ihre Lieder aus der Country-Sparte gecovert – und seien so berühmt geworden. Als Weltstar möchte sich Ann Doka heute zwar noch nicht bezeichnen, dennoch scheint sie auf einem guten Weg, den manchmal mit einem angestaubten Image verbundenen Country salonfähig zu machen.

Songs über Menschen und Situationen

Dabei genoss sie selbst keine klassische musikalische Ausbildung, sondern nahm lediglich Gitarrenunterricht. Den Gesang brachte sie sich selbst bei, mit Mitte 20 nahm sie ein paar Gesangsstunden, um kleinere Fehler auszumerzen.

Ihre Songs handeln stets von Menschen und Situationen, die diese erleben. „Da findet sich immer etwas“, sagt Ann Doka. Als ehemalige Kommunikationstrainerin verarbeite sie dabei auch das große Thema Austausch zwischen Individuen. Und ihre Musik brachte ihr bislang einige Preise ein: So wurde sie 2018 sowohl als „Beste Countrysängerin“ und als „Beste Popsängerin“ mit dem „Deutschen Rock-&-Pop-Preis“ ausgezeichnet. Im Frühjahr 2022 erscheint zudem ihr mittlerweile zweites Album, nachdem sie 2018 „Lost but Found“ auf den Markt brachte. Im Vergleich zum ersten Album werde das nächste „knackiger, mit mehr Würze“. Mehr will die Musikerin zunächst nicht verraten.

Zwar produziert sie ihre Songs, wenn möglich, in Nashville, doch die Corona-Pandemie machte diesem Vorhaben immer wieder einen Strich durch die Rechnung. So schreibt sie heute viele ihrer Texte im eigenen Heim, final abgemischt werden die Lieder dennoch in den USA. Und die Pandemie machte auch sie erfinderisch. So rief sie die „Monday Writers Round“ ins Leben, ein regelmäßiges Treffen von nationalen und internationalen Musikern, bei dem Texte geschrieben und musiziert werde. Die dabei entstandenen Lieder werden zum Teil an andere Künstler abgegeben, um ihnen so unter die Arme zu greifen, erklärt Ann Doka.

Ihr eigenes Erfolgsrezept beschreibt sie so: „Ich weiß, wie Radiomelodien funktionieren.“ „Die Menschen“, so Ann Doka, „mögen schöne Melodien – und ich auch.“ Jedes Jahr aufs Neue setzt sie sich „eine ganze Liste von Zielen“ – und als Support für den kanadisch-amerikanischen Sänger Tebey in der Konzertreihe „Sound of Nashville“ in Hamburg ging für sie ein weiterer Traum in Erfüllung.

Wer Ann Doka in Bremen erleben möchte, hat dazu am Sonntag, 29. August, beim „Überseefestival“ Gelegenheit. Weitere Infos unter: „www.anndoka.com“.

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Mehr zum Thema:

waipu.tv feiert Geburtstag: Sichern Sie sich jetzt das Sonderangebot mit Netflix inklusive!

waipu.tv feiert Geburtstag: Sichern Sie sich jetzt das Sonderangebot mit Netflix inklusive!

E.ON-Wallbox effektiv kostenlos: staatliche Förderung nutzen und Ökotarif abschließen

E.ON-Wallbox effektiv kostenlos: staatliche Förderung nutzen und Ökotarif abschließen

Meistgelesene Artikel

Mann stirbt bei Arbeitsunfall in Bremerhaven

Mann stirbt bei Arbeitsunfall in Bremerhaven

Mann stirbt bei Arbeitsunfall in Bremerhaven
Bremen: Feuer im Hochhaus – Großeinsatz der Feuerwehr verhindert Schlimmeres

Bremen: Feuer im Hochhaus – Großeinsatz der Feuerwehr verhindert Schlimmeres

Bremen: Feuer im Hochhaus – Großeinsatz der Feuerwehr verhindert Schlimmeres
Koks, Pillen und Chrystal-Meth: Bremer Zoll beschlagnahmt 20 Kilogramm Drogen

Koks, Pillen und Chrystal-Meth: Bremer Zoll beschlagnahmt 20 Kilogramm Drogen

Koks, Pillen und Chrystal-Meth: Bremer Zoll beschlagnahmt 20 Kilogramm Drogen
Erst niedergeschlagen, dann reuig: Polizei Bremen schnappt Schlägerduo

Erst niedergeschlagen, dann reuig: Polizei Bremen schnappt Schlägerduo

Erst niedergeschlagen, dann reuig: Polizei Bremen schnappt Schlägerduo

Kommentare