Großsegler „Alexander von Humboldt“ im Europahafen

Die "Alex" liegt jetzt in Bremen vor Anker

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Bremen hat eine neue Touristenattraktion: Der Großsegler „Alexander von Humboldt“ macht für ein Jahr im Europahafen fest, bevor er 2016 dauerhaft an die Weserpromenade Schlachte umzieht.

Bremen hat eine neue Touristenattraktion: Der Großsegler „Alexander von Humboldt“ macht für ein Jahr im Europahafen fest, bevor er 2016 dauerhaft an die Weserpromenade Schlachte umzieht.

Für die historische Dreimastbark „Alexander von Humboldt“ hat eine neue Epoche begonnen: Nach einem Jahr Umbau zum Hotel- und Gastronomieschiff soll der Großsegler künftig als Touristenakttraktion dauerhaft in Bremen vor Anker liegen. Am späten Samstagnachmittag wurde die „Alex“ im Europahafen in der Überseestadt erwartet. Zur Begrüßung am neuen Liegeplatz warteten dort bereits ein Shanty Chor, Wirtschaftssenator Martin Günthner (SPD) und Hunderte von Schaulustigen.

Die vorerst letzte Fahrt hatte die „Alexander von Humboldt“ am frühen Samstagmorgen in Bremerhaven angetreten. Der Windjammer wurde von zwei Schleppern aus einer Werft bugsiert. Begleitet von mehreren Schiffen wurde die nicht fahrtüchtige Bark die Weser hoch geschleppt. Unterwegs kam es noch zu einer besonderen Begegnung mit ihrer Nachfolgerin, der „Alexander von Humboldt II“. Beide Schiffe legten einige Seemeilen gemeinsam zurück, bis die „Alex II“ wieder in Richtung Nordsee abdrehte.

In den kommenden Wochen wird das Schiff aufwendig vertäut und für seine künftige Funktion als Hotel- und Gaststättenschiff hergerichtet, wie Geschäftsführer Florian Peters sagte. Die offizielle Eröffnung wird am 9. Mai mit Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) gefeiert.

Voraussichtlich nach einem Jahr wird der grün-weiße Großsegler dann an die Bremer Schlachte umziehen. Zuvor muss der Anleger nach Angaben des Bremer Wirtschaftsressorts noch für zwei Millionen Euro umgebaut werden.

Der Windjammer war einst unter grünen Segeln das Werbeflaggschiff der Beck's Brauerei. Der Großsegler war 1906 als Feuerschiff gebaut und auf Nord- und Ostsee eingesetzt worden. Nach dem Umbau zur Bark übernahm die Deutsche Stiftung Sail Training 1988 das Schiff. Danach lernten auf der „Alex“ Generationen von jungen Leuten das Segeln.

Die "Alex" in Bremen

Das Schiff bezwang Kap Hoorn und fuhr Zehntausende Seemeilen auf den Weltmeeren. Schließlich war es als Ausbildungsschiff zu marode und wurde durch einen Neubau, die „Alex II“, ersetzt. Zuletzt unternahm die alte „Alex“ Kurzkreuzfahrten in der Karibik. Das Konzept rechnete sich nicht, der Oldtimer kam nach Bremerhaven zurück.

dpa

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