Intelligent suchen

DFKI entwickelt neuartige Verfahren zur Analyse von Artikelbeschreibungen

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Die intelligente Suchfunktion „aiPhilos“. 

Bremen - Eine den Prinzipien der Künstlichen Intelligenz folgende Suchmaschine ist das Ergebnis eines gemeinsamen Projektes des Forschungsbereichs Cyber-Physical Systems des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz (DFKI) und der Bremer ePhilos AG. Die daraus hervorgegangene Suchfunktion „aiPhilos“ wird heute in Onlineshops eingesetzt. Wie eine DFKI-Sprecherin mitteilt, setzen die Partner ihre Zusammenarbeit jetzt fort.

Im nun gestarteten Vorhaben „KI-Staging“ gehe es darum, Artikel einheitlich in Katalogen zu erfassen und so Artikeldatenbestände zu optimieren, heißt es weiter. Dafür erarbeiten sie intelligente Verfahren zur Analyse von Artikelbeschreibungen – für eine noch zuverlässigere Produktsuche. Das Projekt wird mit Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung sowie vom Land Bremen gefördert. Der Hintergrund der Projekte: Unternehmen nutzen zunehmend sogenannte eProcurementsysteme, um die Einkäufe effizient, finanziell und personell kostengünstig abzuwickeln. Allerdings stoßen derartige Systeme, wie auch eShopsysteme, dem DFKI zufolge bei der Produktsuche häufig an ihre Grenzen. Gerade in Spezialgebieten kennen die Nutzer oft nicht die genaue oder nur die umgangssprachliche Bezeichnung des gewünschten Artikels: die Suchanfrage für Post-It’s kann etwa „Gelbe Klebezettel“ lauten, die für den Tacker „Klammeraffe“. Der „rote Stift“ hat entweder eine rote Hülle oder schreibt mit roter Farbe – mit derlei gängigen, aber unpräzisen Suchanfragen sind herkömmliche Systeme meist überfordert, so die DFKI-Sprecherin.

Im abgeschlossenen Projekt „KI-Suche“ erarbeiteten der DFKI-Forschungsbereich unter der Leitung von Prof. Rolf Drechsler und die ePhilos AG neuartige Verfahren, durch die auch unpräzise oder originelle Suchanfragen eindeutig auf das gewünschte Produkt abgebildet werden können. Die Suchfunktion „aiPhilos“, die über semantisches Sprachverständnis sowie selbstlernende Wissensdatenbanken verfüge, werde heute für die Produktsuche in Onlineshops erfolgreich eingesetzt, heißt es. Damit lassen sich etwa über das Smartphone eingesprochene Suchanfragen mit zielgenauen Ergebnissen beantworten.

Das neue Projekt „KI-Staging“ nimmt eine weitere Herausforderung ins Visier: die automatisierte Optimierung von Artikeldatenbeständen. Um eine effiziente Suche zu ermöglichen, sei es notwendig, für jeden einzelnen Artikel eine Beschreibung seiner wesentlichen Merkmale und Ausprägungen – etwa Größe, Format, Farbe – zu hinterlegen. Entsprechende Beschreibungen von Lieferanten existieren den DFKI-Angaben nach jedoch oft nur in Form von Fließtext, wobei benötige Informationen häufig fehlten.

m Rahmen von „KI-Staging“ entwickeln die Partner daher Verfahren zur Analyse von Artikelbeschreibungen, mit deren Hilfe sich die gewünschten Merkmale aus unstrukturiertem Fließtext automatisch erkennen lassen. Die wesentlichen Artikelbeschreibungen sollen in eine umfangreiche Wissensdatenbank einfließen. 

- vr

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