Fusion in der Milchbranche - DMK geht mit Niederländern zusammen

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Symbolbild

Bremen - Allianz in der Milchbranche: Das größte deutsche Molkereiunternehmen, DMK Deutsches Milchkontor, fusioniert mit dem niederländischen Käsehersteller DOC Kaas. Die Fusion solle am 1. Januar 2016 in Kraft treten, teilte das Unternehmen am Donnerstag in Bremen mit.

Zugleich kündigte DMK an, zwei Produktionswerke zu schließen. Die Fabrik in Recke (Nordrhein-Westfalen) soll zum Ende dieses Jahres, das Werk in Nürnberg bis Ende 2017 dicht gemacht werden. Als Grund wurde der Preisverfall bei Milch und Milchprodukten genannt. Bei der Fusion soll die DOC Kaas B.V. eine Tochter der DMK werden, aber Namen und Identität behalten. Die Genossenschaft DOC Kaas erhalte Anteile an der DMK Group sowie eine Mitspracherecht im fusionierten Unternehmen, sagte ein DMK-Sprecher.

DOC Kaas produziert jährlich rund 125 000 Tonnen Käse, der weltweit vermarktet wird. Die Fusion beider Unternehmen war bereits seit längerem geplant. Sie habe nichts mit dem aktuell sinkenden Milchpreis zu tun, sagte DMK-Sprecher Hermann Cordes. DOC Kaas sei ein Spezialist in naturgereiften Käse, die DMK wiederum in foliengereiften Käse. „Das ergänzt sich und erweitere das Portfolio insbesondere bei DOC Kaas“, sagte Cordes. Außerdem habe DOC Kaas freie Kapazitäten, die DMK dort nutzen könne.

DMK beschäftigt insgesamt rund 7200 Mitarbeiter, bei DOC Kaas sind es 280. Der Umsatz liegt bei DMK bei 5,3 Milliarden Euro, bei DOC Kaas beträgt er 625 Millionen Euro. Zur Schließung der Eiskremwerke in Recke und Nürnberg teilte DMK mit, beide Werke seien veraltet. In Recke sind 125 Arbeitsplätze und in Nürnberg 200 Arbeitsplätze betroffen. „Als Genossenschaft haben wir die Verantwortung, wirtschaftlich erfolgreich zu sein, um langfristig sichere Arbeitsplätze für die Mitarbeiter zu bieten und ein wettbewerbsfähiges Milchgeld auszahlen zu können“, erklärte Josef Schwaiger, Sprecher der DMK-Geschäftsführung.

„Die Plätze werden sozialverträglich abgebaut. Wir werden versuchen, den Mitarbeitern Alternativen anzubieten“, sagte DMK-Sprecher Cordes. Parallel zu den Schließungen sollen die DMK-Eiskremwerke in Prenzlau (Brandenburg), Everswinkel und Waldfeucht-Haaren (beide Nordrhein-Westfalen) mit einer Investitionssumme im zweistelligen Millionenbereich ausgebaut werden. Damit sollten die Standorte der DMK-Sparte Ice Cream zukunftssicher gemacht werden.
dpa 

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