Bremen: Eigentümer sichert Haus

„Dete“: Besetztes Gebäude wieder frei - und voller Müll

Blick in die „Dete“.
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Blick in die „Dete“.

Seit Oktober 2020 war die alte „Dete“ in der Bremer Neustadt von linken Frauengruppierungen besetzt - nun hat der Eigentümer das ehemalige Kulturzentrum zurück. Hier sollen Wohnungen gebaut werden.

Bremen – Das besetzte alte Kulturzentrum „Dete“ in der Bremer Neustadt ist wieder in den Händen des Eigentümers, des Bremer Unternehmens Müller & Bremermann. Das teilte am Mittwochnachmittag Sprecher Daniel Günther mit. Die Haustechniker hätten das Gebäude inspiziert und gesichert.

Vor einer Woche hatte die Immobiliengesellschaft auf die eigentlich zum 15. Juli vorgesehene Räumung des ehemaligen Möbelgeschäftes verzichtet, weil sich Menschen in dem seit langem leerstehenden Gebäude aufhielten. Die beabsichtigte Räumung war offenbar zu den linken Anarchistinnen durchgesickert, die die „Dete“ eigentlich kaum noch genutzt haben sollen. Sowohl die Gruppierung „Rosarote Zora“ als auch die „Basisgruppe Antifa“ hatten dazu aufgerufen, die Räumung zu verhindern. Vorgesehen war diese, so Günther, weil die Gebäudeversicherung dem Unternehmen gekündigt hatte. Vermummte stellten jedoch Barrikaden auf, es kam zu einem größeren Polizeieinsatz.

Die „Dete“ war im Oktober 2020 zunächst von der anarchistischen, queerfeministischen „Flinta“-Gruppe (Frauen, Lesben, Intersexuelle und mehr) „Rosarote Zora“ besetzt worden. Später nutzten verschiedene Gruppierungen das Gebäude. Von Grünen und Linken gab es immer wieder Unterstützung für die Besetzerinnen. Müller & Bremermann plant hier einen Neubau mit 25 Wohnungen.

„Dete“: Statt „leer und besenrein“ voller Unrat

Am Mittwoch konnte nun die Haustechnik ins Gebäude, sagte Günther. Dort habe sich „eine verängstigte Person“, eine Frau etwa Mitte 20, aufgehalten, wohl als Wachposten. Sie habe die „Dete“ dann verlassen. Und wie sieht es im Haus aus? Nun, sagte Günther, während die „Dete“ vor der Besetzung „leer und besenrein“ war, sei sie nun voller Müll, Unrat und alter Möbel, wie auch auf Fotos zu sehen ist. Zu sehen sind auch Sprüche wie „Hass den Cops“ und „Hass dem Staat“. Wie geht es weiter? Die Baupläne sollen nach den neuesten Vorgaben überarbeitet (kleinere Balkone) und in den nächsten Wochen eingereicht werden.

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