„Bremen Classic Motorshow“ zeigt Sonderschau „Die 70er Jahre: Einfach Keil!“

Eckige Gegenbewegung

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„Vorgucker“: Dieser Ferrari 308 GT 4 war gestern auf dem Domshof zu sehen.

Bremen - Von Jörg Esser. Weiter geht‘s. Hinein in die 70er Jahre. „Einfach Keil!“ heißt die Sonderschau der 14. Ausgabe der „Bremen Classic Motorshow“ vom 5. bis 7. Februar im Messezentrum auf der Bürgerweide. „Einfach Keil!“ erzählt die eckige Geschichte der Gegenbewegung zu den geschwungenen GT-Formen der italienischen Designer um Pininfarina. Jenen widmete sich die Oldtimermesse 2015.

„Die 70er Jahre sind angesagt“, sagt Frank Ruge, Projektleiter der „Classics“. Neue Leute kommen in die Oldtimerszene „mit ihren eigenen Jugendträumen“. Und mit den rollenden Mobilen jenes Zeitalters. Auf der Sonderschaufläche in Halle 5 präsentiert die Oldtimermesse zwölf seltene Exponate, die das revolutionäre, keilförmige Automobildesign der 70er Jahre widerspiegeln. Darunter sind laut Ruge sechs Designstücke, die bislang allenfalls Insider gesehen haben – ein Karmann „Karo Ass“ beispielsweise.

„Die Keilfrom steht als Sinnbild für eine der bedeutendsten Design-Epochen im Automobilbau“, sagt Ruge. Designer wie Giuseppe „Nuccio“ Bertone, Giorgetto Giugiaro und Marcello setzen „kreative, ja revolutionäre Impulse“. Sie mischten die Szene auf. „Die Modelle waren Kampfansagen an die geschwungene Eleganz der 50er und 60er Jahre“, fährt Ruge fort. Die Designer „haben angeeckt“. Grelle Farben, futuristische Formen und „jede Menge Dampf unter der Haube“ zeichnen Modelle wie den Lamborghini Countach, den Maserati Khamsin, den Lotus Esprit und den von Bertone kreierten Ferrari 308 GT 4 aus, der gestern Morgen als „Vorgucker“ auf die Messe auf dem Domshof zu sehen war. „Der hat Charakter“, sagt Ruge.

Auch bei der Motorrad-Sonderschau in Halle 1 will der Projektleiter „gegen den Strich bürsten“. „Japan: Attacke“ verspricht spektakuläre Maschinen aus dem Land der aufgehenden Sonne. Dazu zählen die Yamaha YDS 1 (Baujahr 1959), die Honda C 77 (1961) und die Kawasaki KR 350 (1960).

Alles in allem werden zur „Bremen Classic Motorshow“ etwa 630 Aussteller aus elf Länder erwartet. Die Oldtimermesse füllt alle sieben Messehallen sowie eine mobile „Halle 8“. Die Bruttoausstellungsfläche umfasst 46815 Quadratmeter. Und alles bleibe an seinem gewohnten Platz, heißt es. In der ÖVB-Arena gibt es die Motorräder, in der Halle 2 präsentieren sich zahlreiche Automobilclubs. Potenzielle Käufer könnten unter anderem bei den internationalen Händlern in den Hallen 4, 5 und 6 fündig werden. In Halle 6 haben zudem die „Jungen Klassiker“ ihren Stammplatz gefunden. Im Parkhaus stehen bei der Fahrzeugbörse zahlreiche Automobile von Privatleuten zum Verkauf bereit. Ersatzteile und Zubehör finden Besucher in den Hallen 3, 7 und 8.

Die „Bremen Classic Motorshow“ hat von Freitag, 5.Februar, bis Sonntag, 7.Februar, jeweils von 9 bis 18Uhr geöffnet. Die Tageskarte kostet 16 Euro. Vor einem Jahr zog die Messe 44737 Besucher an.

www.classicmotorshow.de

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