„Gran Turismo 2+2“

Traumautos mit Notsitzen bei der „Bremen Classic Motorshow“

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Das Aurelia-Coupé von Lancia gilt als Urversion der Fahrzeugklasse Gran Turismo.

Bremen - Von Jörg Esser. „Fahrzeuggeschichte zum Nacherleben“ verspricht alljährlich die „Bremen Classic Motorshow“ (BCM) in den Messehallen auf der Bürgerweide. Die Oldtimermesse ist längst zu einem Pflichttermin für Sammler, Schrauber, Händler und Liebhaber klassischer Fahrzeuge geworden. Auch die 16. Auflage von Freitag bis Sonntag, 2.  bis 4.  Februar, serviert Sonderschauen an Benzingesprächen. Unter anderem steuern Schnellreise-Coupés der 50er und 70er Jahre die Hansestadt an.

In den 50er Jahren werden überall in Westeuropa neue Fernstraßen gebaut. Diese beflügeln Träume. Die große Reise zu zweit im eigenen Wagen zählt dazu. Eine neue Fahrzeugklasse erfüllt die Sehnsüchte – edle und elegante 2+2-Sitzer, die bequem wie Limousinen, schneller als Sportwagen und gediegen ausgestattet sind. Und die lediglich über eine zweite Sitzreihe als Notbehelf verfügen. In Italien entsteht der Gattungsbegriff „Gran Turismo“ (GT) und eine neue Spezies von mondänen Fließheck-Reisewagen.

Ihnen widmet die Oldtimermesse die Sonderschau „Gran Turismo 2+2: Jetset für die Straße“. „Zehn der schönsten Schnellreise-Coupés fahren in Halle   5 vor“, sagt BCM-Projektleiter Frank Ruge, „vor allem solche Traumwagen, die manch ewiger Bewunderer bislang nur aus dem Autoquartett kennt.“ Dazu zählen das Aurelia-Coupé von Lancia aus den frühen 50ern, das als Urvater der GT-Generation gilt, sowie der 7,2-Liter-Bolide Monteverdi High Speed 375 L aus der Schweiz und der Gordon-Keeble mit Chevrolet-Corvette-V8-Motor aus England.

Die Sonderschau „Gran Turismo“ ist ein Magnet der Messe. Aber zugleich nur ein kleiner Mosaikstein. In den Messehallen sind auf rund 47.000  Quadratmetern mehr als 600 Aussteller aus zwölf Nationen vertreten. Laut Ruge „wird für Einsteiger, Experten und Enthusiasten alles geboten“. Außerdem präsentieren sich etwa 100 Automobil- und Zweiradclubs – von der Brezelfenstervereinigung bis zu Borgward- und Isetta-Clubs.

Edle und schnelle Reisecoupés wie der Monteverdi High Speed 375 L bilden das Thema der Sonderausstellung „Gran Turismo 2+2: Jetset für die Straße“ der „Bremen Classic Motorshow“ vom 2. bis 4. Februar in den Messehallen auf der Bürgerweide.

Eine zweite Sonderschau (in Halle 1) rückt das älteste und wohl berühmteste Motorradrennen der Welt, die 1907 erstmals ausgetragene „Isle of Man Tourist Trophy“, in den Fokus. 20 englische Motorräder aus den großen Jahren der „Leistungsschau britischer Konstrukteure und Rennfahrer“ sind als „Best of British – The TT-Legends“ zu sehen, darunter die Siegermaschinen von 1934, 1949, 1952 und 1954.

An Sammler und Einsteiger wendet sich die Sonderschau und Plattform „Stahlrenner“ im Foyer der Halle 1. Rund 40  Fahrradraritäten verschiedener Händler und Privatleute reflektieren die Entwicklung von Design und Technik des 20. Jahrhunderts. Eine weitere Ausstellung zeichnet die Geschichte der Geländewagen mit sechs Exponaten nach.

Besucher, die auf der Suche nach einem Klassiker sind, könnten etwa bei den Händlern in den Hallen 4, 5 und 6 fündig werden. „Junge Klassiker“, Modelle von Mitte der 60er bis Mitte der 90er Jahre, haben in Halle 6 ihren Stammplatz gefunden. Bei der Fahrzeugbörse im Parkhaus stehen zahlreiche Oldies von Privat zum Verkauf bereit. Ersatzteile und Zubehör bieten der Teilemarkt in Halle 7 sowie in der mobilen Halle 8. Und so weiter.

Die „Bremen Classic Motorshow“ ist an allen drei Messetagen von 9 bis 18 Uhr geöffnet. Die Tageskarte kostet 16  Euro. 45.577 Besucher kamen 2017 zur Motorshow.

www.classicmotorshow.de

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