Tee: Für Gesundheit und Schönheit

Chinesisches Neujahrsfest in der Botanika gewährt Einblicke in die Kultur Asiens

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Japanisches Trommelspiel: Masakazu Nishimine spielt mit seinen Bremer Schülerinnen beim Chinesischen Neujahrsfest in der Botanika. 

Bremen - Von Martin Kowalewski. Ein grüner Tee am Nachmittag wirkt belebend, vor allem, wenn er Teil einer chinesischen Teezeremonie ist. Diese beginnt mit einer kleinen Selbstmassage. Die Massage beginnt beim „Weisheitszentrum“ am Nasenbein zwischen den Augen. Die Teezeremonie lockt viele Besucher in die Botanika in Horn. Hier, in Bremens grünem Wissenschaftszentrum, wird am Sonntag das Chinesische Neujahrsfest gefeiert.

Xiaoyan Liu, von Beruf Heilpraktikerin am Zentrum für Chinesische Medizin, zeigt zu Beginn der Teezeremonie, wie es geht und massiert ihr Nasenbein. Weitere Massagen folgen am Brustbein und drei Finger breit unterm Bauchnabel, letztere soll für Kraft sorgen. Dann geht es an den Tee. Liu macht drei Aufgüsse. Der erste soll den Tee reinigen, der zweite die Tasse erwärmen, erst der dritte Aufguss wird getrunken. Xiaoyan Liu stellt zwei Arten vor, die kleine Teetasse zu heben: „Auf Daumen und Zeigefinger ist für die Gesundheit, auf Daumen und Mittelfinger ist für die Schönheit“, erklärt sie. Dann gibt es Tee für die Besucher. „Interessant, sehr aufschlussreich“, sagt Helma Albrecht (77) aus Bremen. Sie kann sich vorstellen, das auch mal zu Hause zu probieren.

Das Bremer „Wushu-Team Zhao“, das seine Künste kürzlich auch schon beim Chinesischen Neujahrsfest im Übersee-Museum darbot, findet in der Botanika einen hervorragenden Ort für den „Löwentanz“, der Glück für das neue Jahr bringen soll. Jestina Pfleging (22) lockt zwei Löwen - natürlich Menschen, die in Kostümen stecken - mit einer buntverzierten Kugel durch den chinesischen Teepavillon in das Himalaya-Gewächshaus.

Nach der chinesischen Mythologie beginnt jetzt das Jahr des Schweins, ein Ausblick auf Glück. „Das Schwein ist bodenständig und optimistisch“, sagt Margot Barkey, freie Mitarbeiterin in der Botanika.

Im Japanischen Garten wird es laut: Japanisches Trommelspiel erklingt. Schlagwerker Masakazu Nishimine konzertiert mit seinen Schülerinnen in Horn. Immer wieder springen die Frauen aus der Hocke empor, wenn es ans Trommeln geht. Immer wieder zeichnen die Trommlerinnen mit den Hölzern Kreise durch die Luft oder strecken ihre Arme. Den Blick richten sie immer wieder nach oben. Viel Bewegung erfordert das Stück „Fliegender Drache“. „Der Drache ist ein Glückssymbol erklärt Nishimine. Die Frauen spielen auch auf dem Holzkorpus der Trommeln, und sie umtanzen ihre Instrumente. „Es ist faszinierend, wie konzentriert die sind“, sagt Besucherin Monika.

Mehr Infos unter www.botanika-bremen.de

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