70-Jähriger bekommt Brief mit weißer Substanz

Polizei: Pulver nicht gefährlich

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Die Einsatzkräfte beraten sich nach dem Fund des Umschlags mit dem weißen Pulver.

Bremen - Von Elisabeth Gnuschke. Das weiße Pulver, das ein 70-Jähriger aus der Neustadt am Dienstag in einem Briefumschlag zugeschickt bekommen hat, ist ungefährlich. Das sagte Mittwochnachmittag auf Nachfrage Polizeisprecher Nils Matthiesen. Eine Gefährlichkeit des Pulvers hätten die Experten eines Instituts in Hannover ausgeschlossen. Um welche Substanz es sich handele, werde jetzt weiter untersucht.

Wie berichtet, hatte der 70-Jährige angesichts der Substanz im Brief die Polizei alarmiert. Nach dem Öffnen des Umschlags rieselte ihm den Angaben zufolge weißes Pulver entgegen, das unverzüglich eine Reizung in Nase und Gesicht verursachte. Die Polizei sperrte den Bereich um das Mehrfamilienhaus in der Mainstraße (Neustadt), in dem der Mann wohnt, großräumig ab. Der 70-Jährige kam vorsorglich in eine Klinik.

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In einer luftdichten Box wurde der Brief zu weiteren Untersuchungen in ein Labor nach Hannover gebracht.

Die anderen Bewohner durften das Haus vorübergehend nicht verlassen. Ebenso erging es einem Sanitäter und den ersten Beamten vor Ort. Allein die Polizei war mit mehr als 20 Einsatzkräften vor Ort, hinzu kamen Feuerwehr und weitere Rettungskräfte. Da Bremen nicht über die geeigneten technischen Mittel zur Analyse von Substanzen verfügt, wurde das Pulver noch am Dienstagabend im Polizeiwagen nach Hannover transportiert. Gegen 23 Uhr wurden die Absperrmaßnahmen in der Neustadt aufgehoben. 

Am Mittwochnachmittag gab das Fachlabor in Hannover Entwarnung: Gefährlich sei die Substanz nicht, so Matthiesen. Die Polizei ermittelt nun wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung. Die Ermittler wollen herausfinden, wer den 70-Jährigen ängstigen wollte. Der Mann durfte inzwischen in seine Wohnung zurückkehren.

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