Prozess dauerte eineinhalb Jahre

Zuhälterei: Mutter und Sohn erhalten Strafen auf Bewährung

Bremen - Wegen Zuhälterei in Tateinheit mit Bedrohung hat das Landgericht Bremen eine 40-jährige Frau zu zwei Jahren Haft auf Bewährung verurteilt. Ihr 24-jähriger Sohn bekam am Freitag eine Strafe von einem Jahr und fünf Monaten Gefängnis auf Bewährung wegen Zuhälterei und Körperverletzung.

Angeklagt worden waren die beiden ursprünglich wegen schweren Menschenhandels im Bremerhavener Rotlichtviertel. „Das konnten wir nicht nachweisen“, sagte der Vorsitzende Richter Helmut Kellermann. Der eineinhalb Jahre dauernde Prozess habe gezeigt, wie schwierig sichere Feststellungen im Milieu seien.

Eine Prostituierte hatte ausgesagt, sie sei schwer drangsaliert und mehrmals am Tag geschlagen worden. Zudem sei sie zweimal von dem 24-Jährigen vergewaltigt worden. „Das roch nach hoher Bestrafung“, sagte Kellermann. Später war die Frau psychisch nur eingeschränkt in der Lage, als Zeugin vor Gericht zu erscheinen. Aus den ursprünglich anberaumten wenigen Verhandlungstagen wurden über 40. Am Ende habe sich herausgestellt, dass die Zeugin gelogen habe. 

Bewiesen wurde, dass Mutter und Sohn zwei Prostituierte ausgebeutet haben. „Das Geld ist ihnen nahezu vollständig abgenommen worden“, sagte Kellermann. Der Mann habe die Frauen geschlagen und getreten, seine Mutter habe sich eine Schreckschusswaffe besorgt, von der sie angenommen habe, dass sie echt sei.

dpa

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