Wegen Bettwanzenbefall

Flüchtlingsheim muss geräumt werden

Bremen - Hygienemängel im Asylheim in Habenhausen: Bettwanzen führen jetzt dazu, dass die etwa 200 minderjährigen unbegleiteten Flüchtlinge vorübergehend woanders untergebracht werden müssen.

Wie Radio Bremen am Donnerstagabend berichtete, sollen die Jugendlichen wegen Ungezieferbefalls unter Krätze, Ausschlägen und anderen Krankheiten leiden. Bis Ende April hatte das Heim noch als Zentrale Aufnahmestelle für Asylbewerber (Zast) gedient. Die Zast war dann in ein größeres Gebäude nach Kattenturm umgezogen. Aufgegeben werden könne das alte Gebäude in Habenhausen jedoch aufgrund der hohen Asylbewerberzahlen nicht, wie Sozialsenatorin Anja Stahmann (Grüne) sagte.

Für den weiteren Betrieb wurde insbesondere die pädagogische Unterstützung der minderjährigen Flüchtlinge ausgebaut. Wie Bernd Schneider, Sprecher des Sozialressorts gestern sagte, habe das Gesundheitsamt empfohlen, das Heim komplett zu räumen, um dann die Bettwanzen flächendeckend zu bekämpfen. Die Jugendlichen sollen in den nächsten Tagen ausziehen.

Für zwei bis vier Wochen kämen sie möglicherweise in einer Halle oder auch in Zelten unter. In diesem Jahr hat Bremen bisher mehr als 1600 Asylbewerber aufgenommen – dreimal so viele wie im Vorjahreszeitraum. gn

Rubriklistenbild: © dpa

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