„Sehr gute Bremer Lösung“

Bausenator Joachim Lohse stellt Pläne für neues Busterminal vor

So soll er aussehen, der neue Busbahnhof: Neben dem eigentlichen Terminal sieht der jetzige Plan ein Hotel und ein Parkhaus vor. Ende 2020 soll das gesamte Areal zwischen Bahntrasse und ehemaligem Fruchthof fertig sein. - Grafik: Westphal Architekten
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So soll er aussehen, der neue Busbahnhof: Neben dem eigentlichen Terminal sieht der jetzige Plan ein Hotel und ein Parkhaus vor. Ende 2020 soll das gesamte Areal zwischen Bahntrasse und ehemaligem Fruchthof fertig sein.

Bremen - Von Steffen Koller. Es wird konkret: Am Montag hat Bausenator Joachim Lohse (Grüne) die Pläne für das neue Fernbusterminal am Bremer Hauptbahnhof vorgestellt. Im Vorfeld einigten sich Stadt und Investor (Buhlmann Immobilien-Gesellschaft) in einem sogenannten „Letter of Intent“ über die genaue Umsetzung des Bauprojekts, das ein Hotel sowie Parkhaus beinhalten und Ende 2020 fertig sein soll.

Als „sehr unschöne Situation“ beschrieb Joachim Lohse die Verhältnisse rund um den Breitenweg, an dem täglich rund 80 Busse halten, Passagiere ein- und aussteigen und das Nervenkostüm vieler Reisender auf die Probe gestellt wird. Damit soll bald Schluss sein. Investor und Stadt haben sich auf einen „Letter of Intent“ geeinigt. Die Absichtserklärung ist Voraussetzung für alle weiteren baulichen Schritte. Am 19. April sollen in der Deputation die erforderlichen Grundstücksgeschäfte zur Abstimmung vorgelegt werden.

Und so könnte der neue Zentrale Omnibusbahnhof (ZOB), der zwischen der Bahnstrecke Bremen-Oldenburg und dem ehemaligen Fruchthof gebaut werden soll, aussehen: Auf 4400 Quadratmetern sollen insgesamt elf Busse Platz finden, davon entfallen zwei Stellplätze auf Busse mit Anhängern. Die Zufahrt zum vollüberdachten ZOB soll über den Breitenweg erfolgen, der Weg aus dem Terminal heraus über die Bürgermeister-Smidt-Straße. 

Beide Seiten werden, so Gunnar Polzin, Abteilungsleiter im Bereich Verkehr, mit Schranken versehen. Zusätzlich soll es ein gestaffeltes Gebührensystem geben. Damit werde verhindert, dass Busse zu lange die Parktaschen besetzen. Zum Terminal gesellt sich laut Plan ein Parkhaus mit etwa 500 Parkplätzen sowie ein Hotel, dass rund 125 Zimmer (etwa 200 Betten) haben wird. Investor Hanno Buhlmann sprach am Montag von einer „sehr guten Bremer Lösung“.

Gunnar Polzin, Abteilungsleiter im Bereich Verkehr, stellt die Pläne für den neuen ZOB samt Hotel und Parkhaus vor.

Der Neubau an besagter Stelle bringe dem Gebiet eine „gewisse Frische“, so Buhlmann. Senatsbaudirektorin Iris Reuther sagte, insbesondere mit Blick auf die langfristige Entwicklung der Bahnhofsvorstadt könne dieses Areal zukünftig eine „sehr interessante Adresse“ werden. Daher brauche es Architektur, die funktioniere.

Doch dazu müssen noch weitere Schritte abgeschlossen werden. Noch in diesem Jahr wollen Stadt und Investor einen Architektenwettbewerb mit zehn Teilnehmern ausloben, ebenfalls 2018 sollen Ausschreibungen für den zukünftigen Betreiber des Areals beginnen. Dieser ist unter anderem für Wartung und Sauberkeit des Terminals verantwortlich. Im kommenden Jahr steht die technische Planung an oberster Stelle der Agenda, im Frühjahr 2020 soll mit dem Bau des Terminals begonnen werden. Da es sich „letztlich nur um Tiefbau und Dach drauf“ handele, werde dieser finale Abschnitt nicht viel Zeit in Anspruch nehmen. Für den Bau von Hotel und Parkhaus plane man aktuell mit rund 18  Monaten, so Polzin.

Die Kosten für Grunderwerb belaufen sich laut Polzin auf etwa eine Million Euro, hinzu kommen Planungskosten von 760. 000 Euro. Das Terminal an sich schlage mit rund vier Millionen zu Buche, wobei 1,32 Millionen Euro für das ZOB-Dach berechnet würden und 1,78 Millionen Euro für die Verkehrsanlage. Die insgesamt 5,7 Millionen Euro werden von der Stadt finanziert.

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