Dreifacher Titelträger

„B-Human" siegt bei „Robo-Cup“-WM in Japan

Glühen nach der Trainer-Ansprache noch die Ohren? Die "B-Human"-Auswahl nimmt vor einem Spiel Aufstellung. J Foto: "B-Human"/Universität Bremen

Bremen/Nagoya J „B-Human“ ist erneut Weltmeister im Roboterfußball in der „Standard Platform League“. Und das mit einem Erfolg auf der ganzen Linie: Wie auch schon 2013, hat es alle Teilwettbewerbe dieser Liga gewonnen. Das gemeinsame Team der Universität Bremen und des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz (DFKI) gewann bei der diesjährigen „Robo-Cup“-WM im japanischen Nagoya (27. bis 30. Juli) den „Champions Cup“, die „Mixed Team Competition“ und die „Technical Challenge“.

Der nun sechsfache Weltmeister und neunfache Deutsche sowie Europameister war in Japan den Angaben zufolge mit elf NAO-Robotern, neun aktuellen und ehemaligen Studenten der Universität Bremen sowie den Wissenschaftlern Dr. Thomas Röfer vom DFKI-Forschungsbereich Cyber-Physical Systems (Leitung: Prof. Rolf Drechsler) und Dr. Tim Laue von der Universität Bremen vor Ort.

Der Hauptwettbewerb mit „Champions Cup“ und „Challenge Shield“ – vergleichbar mit der ersten und zweiten Bundesliga – beinhaltete demnach Relegationsspiele um Auf- und Abstieg. Von Abstiegssorgen war „B-Human“ weit entfernt. Stattdessen konnte sich das Team in einem spannenden Finale gegen das Team HTWK (Leipzig) mit 2:1 durchsetzen. In diesem Spiel kassierten die Bremer den ersten Gegentreffer.

Neu war außerdem die „Mixed Team Competition“ mit gemischten Teams aus jeweils zwei regulären Mannschaften. Jede Mannschaft stellte dabei drei Spieler. Die Bremer wurden gemeinsam mit den „Hulks“ der TU Hamburg-Harburg das Team „B-Hulks“. Das entschied alle Spiele der Vorrunde für sich. Im Finale kam es beim Stand von 2:2 zum Elfmeterschießen, in dem der „B-Human“-Torhüter mit einer „Glanzparade“, so ein Sprecher, das 4:3 sicherte.

Auch in der „Technical Challenge“ ging es in diesem Jahr um das Elfmeterschießen. In dem K.o.-Wettbewerb setzte sich „B-Human“ gegen 23 Teams durch. Lediglich zwei andere Roboter überwanden jeweils einmal den starken Bremer Torwart. Die „B-Human“-Schützen verwandelten zielsicher alle Versuche.

Die NAOs traten bei dieser WM erstmals den Angaben zufolge in allen Wettbewerben auf Kunstrasen an. Damit wurde das zweibeinige Laufen für die humanoiden Roboter deutlich anspruchsvoller, gleichzeitig näherte man sich weiter den Bedingungen echter Fußballspiele an.

„B-Human“ tritt regelmäßig in den „Robo-Cup“-Wettbewerben in der „Standard Platform League“ an. Die Teams unterscheiden sich allein in der Software, die sie für die Roboter entwickeln. Dank ihrer Hilfe agieren die NAOs im Spiel vollständig autonom.

sk

www.robocup2017.org

spl.robocup.org

www."B-Human".de

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