„Tatort“-Preview: Ein voller Saal, ein gut gelaunter Oliver Mommsen und viel Action

Bremen im Ausnahmezustand

Sabine Postel und Oliver Mommsen präsentierten im Cinemaxx den neuesten „Tatort“ aus Bremen, der Pfingstmontag in der ARD ausgestrahlt wird. - Foto: Seegers

Bremen - Von Nina Seegers. Ein wie immer gut gelaunter Oliver Mommsen huscht durch das Foyer des Bremer Kinos Cinemaxx. Er bahnt sich seinen Weg durch die Menschenmassen, schüttelt Hände, lässt sich mit Fans fotografieren und gibt hier und da noch kurz ein Interview. Dann öffnet sie sich auch schon, die Tür zum Kinosaal, wo Radio Bremen einem ausgewählten Publikum die insgesamt 987. „Tatort“-Folge präsentiert. Und eben die kommt aus Bremen.

Die Previews des „Tatorts“ aus Bremen sind immer heiß begehrt. Die Gelegenheit, vor allen anderen die neueste Folge zu sehen und auf Tuchfühlung mit den Schauspielern zu gehen, bekommt man schließlich nicht alle Tage. So ist auch der Kinosaal im Cinemaxx wieder so voll, dass einige Zuschauer auf den Stufen im Gang Platz nehmen müssen.

Neben Oliver Mommsen, der im „Tatort“ Kommissar Nils Stedefreund spielt, sitzt Sabine Postel – im Film besser bekannt als Hauptkommissarin Inga Lürsen. Mommsen verrät, dass er den „Tatort“ bereits gesehen hat. „Ich gucke mir die Filme, sobald sie fertig sind, zur Selbstnalyse immer erst allein in meinem Wohnzimmer an“, erklärt der 47-Jährige.

Auch die Schauspielerin Anna Stieblich ist ins Cinemaxx gekommen. Unter anderem durch die Serie „Türkisch für Anfänger“ ist sie einem größeren Publikum bekannt. „Ich fühle mich geehrt, dass ich bei diesem Bremer ,Tatort‘ mit dabei sein durfte. Schon seit zehn Jahren wollte ich unbedingt mal in einer Folge mitspielen“, sagt die gebürtige Bremerin.

Selbstanalyse im Wohnzimmer

Ein großer Teil des Filmteams fehlt an diesem Premierenabend allerdings, da dieses schon wieder mit den Dreharbeiten für den nächsten Radio-Bremen-„Tatort“ beschäftigt ist. Regisseur Florian Baxmeyer kann ebenfalls nicht da sein, da er bei Dreharbeiten im Harz im Schnee feststeckt.

Dann endlich beginnt „Der hundertste Affe“, so der Titel dieses jüngsten „Tatorts“ aus Bremen, der vom Moderator des Abends als „knallharter Polit-Thriller“ angekündigt wird. Und tatsächlich ist diese Folge extrem spannend und actionreich. Es geht um eine Gruppe von radikalen Umweltaktivisten, die Bremen terrorisiert.

In der Stadt herrscht Ausnahmezustand, das Leben vieler Menschen steht auf dem Spiel. Angeblich soll ein großer Agrarkonzern durch den Einsatz von Pestiziden verantwortlich für den Tod von mehr als 50 Menschen im afrikanischen Mali sein.

Kamerführung wie im Blockbuster

Die Aktivisten wollen, dass der Konzern zur Rechenschaft gezogen wird – andernfalls drohe Bremen eine riesige Katastrophe. Für die Kommissare Inga Lürsen und Nils Stedefreund beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit. . .

Die Hansestadt kommt in diesem Bremer „Tatort“ sehr urban daher. Gedreht wurde unter anderem im „Viertel“, auf dem Marktplatz, im Haus der Bürgerschaft und auf der „Breminale“. Schnelle Schnitte (Friederike Weymar), dramatische und spannungserzeugende Musik (Stefan Hansen) sowie eine spektakuläre Kameraführung (Peter Joachim Krause) machen diesen Bremer „Tatort“ zu einem echten Blockbuster. „Wir wollten ein bisschen die Serie ,24‘ kopieren – und ich denke, dass ist uns auch ganz gut gelungen“, so Sabine Postel.

„Der hundertste Affe“ ist am Pfingstmontag, 16. Mai, um 20.15 Uhr in der ARD zu sehen.

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