Platz für acht Patienten

In Bremen entsteht viertes Hospiz - Bauantrag bereits gestellt

Abrissarbeiten auf dem alten Lahrshof in Arsten. Foto: ZFPF
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Abrissarbeiten auf dem alten Lahrshof in Arsten.

In Bremen soll ein viertes Hospiz für todkranke Patienten entstehen. Im Osten der Stadt will die „Mission Lebenshaus“ Platz für acht Zimmer schaffen.

Update, 17. Februar 2020: Im Osten von Bremen soll im Gemeindehaus der evangelischen Andreas-Kirchengemeinde ein neues stationäres Hospiz für unheilbar erkrankte Menschen in ihrer letzten Lebensphase entstehen. Geplant sind in Horn acht Patientenzimmer, sagte am Montag die Sprecherin der künftigen Betreiberin, der „Mission Lebenshaus“, Kim Gesine Friedrichs. Die gemeinnützige Gesellschaft ist eine Tochtergesellschaft der kirchlichen Inneren Mission in Bremen. 

Laufe alles nach Plan, könnten die ersten Gäste in zwei Jahren aufgenommen werden. Das Vorhaben sei bereits in der Realisierung, sagte Friedrichs. Der Bauantrag sei bereits gestellt. Am Mittwoch werde das Projekt dem Fachausschuss Bau und Denkmalschutz des Stadtteilbeirates Horn-Lehe vorgestellt. Die Innere Mission als Bauherrin rechne mit 2,5 bis drei Millionen Euro für den Umbau.

Das neue Hospiz wäre das vierte stationäre in Bremen. Die Zentrale für Private Fürsorge betreibt bereits seit 2002 das Hospiz „Brücke“ in Walle und baut jetzt (siehe unten) auf einer alten Hofstelle in Arsten eine weitere Einrichtung, die den Namen „Sirius“ tragen wird. Investitionsvolumen: 3,8 Millionen Euro. Auch hier sind acht Plätze für todkranke Menschen geplant. 2014 eröffneten die evangelischen Johanniter in Bremen-Nord ein Hospiz mit dem Namen „Lilge-Simon-Stift“. Die „Mission Lebenshaus“ selbst betreibt bisher vier stationäre Hospize in Jever, Ganderkesee-Falkenburg und Varel sowie das Kinder- und Jugendhospiz „Joshuas Engelreich“ in Wilhelmshaven. (epd/gn)

Mehr Platz für todkranke Menschen in Bremen - drittes Hospiz entsteht

Originaltext, 27. Dezember 2019: Bremen wird in gut einem Jahr ein weiteres Hospiz bekommen. Platz ist für acht sterbenskranke Menschen, die hier in ihrer letzten Lebensphase begleitet werden. Entstehen wird das Hospiz auf einer alten Hofstelle in Arsten. Bauherrin und Betreiberin ist die Zentrale für Private Fürsorge, die bereits seit vielen Jahren das Hospiz „Brücke“ in einer alten Villa mit großem Garten in Walle unterhält.

Lang hat's gedauert, bis es vor einigen Wochen mit den ersten Abrissarbeiten losgehen konnte. Anfang 2021 soll Bremens drittes stationäres Hospiz fertig sein. Die Zentrale für Private Fürsorge hat dafür einen Teil des Lahrshofes, ein altes Gehöft in Alt-Arsten, erworben. Im ersten Schritt wurden die ehemaligen Scheunen- und Stallgebäude auf der rechten Seite des Hofes abgerissen. Da die Witterung dem Projekt entgegenkommt, werden die Abrissarbeiten in Kürze abgeschlossen sein, sagte eine Sprecherin der Zentrale. Dann folgt der nächste Schritt: Das Stallgebäude mit der markanten historischen Fachwerkfront wird entkernt.

Johannes Foppe, Geschäftsführer der Zentrale für Private Fürsorge, hofft weiterhin auf einen milden Winter, damit die Arbeiten zügig voranschreiten können. „Ich freue mich sehr, dass der Bau von Hospiz ,Sirius' nun endlich Realität wird. Wenn alles gut läuft, können wir Anfang 2021 die ersten schwerkranken Menschen dort aufnehmen.“

Das Baumodell für das neue Hospiz „Sirius“.

„Sirius“ hat eine Gesamtfläche von rund 1 000 Quadratmetern. Die Räume der Einrichtung verteilen sich auf Erdgeschoss und Dachgeschoss. Alle acht Gästezimmer für sterbenskranke Menschen entstehen im Erdgeschoss, heißt es. Die Zimmer werden jeweils rund 30 Quadratmeter groß sein und über ein eigenes Bad sowie eine eigene Terrasse verfügen.

Foppe geht von einem Investitionsvolumen in Höhe von 3,8 Millionen Euro aus. Die Deutsche Fernsehlotterie fördert das Projekt mit 119 000 Euro. Einen weiteren Teil der Kosten will die Zentrale für Private Fürsorge über Spenden finanzieren (Spendenkonto für das Hospiz „Sirius“: Hospiz Sirius, IBAN DE05 2907 0024 0884 5018 01, Deutsche Bank).

Zur Zeit gibt es zwei Hospize in Bremen. Eines, das Hospiz „Brücke“ in Walle, betreibt ebenfalls die Zentrale. Sie hat das Haus 2002 als erstes stationäres Hospiz im kleinsten Bundesland eröffnet. 2014 eröffneten die evangelischen Johanniter auf einem parkähnlichen Grundstück im Bremer Norden der Hansestadt das zweite Hospiz mit dem Namen „Lilge-Simon-Stift“. Wenn „Sirius“ 2021 fertig ist, verfügt Bremen über 24 Hospiz-Plätze für Todkranke. Der Bedarf ist groß, die Hospize haben eine lange Warteliste. (gn)

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