Temporäre Hafenbar „Golden City“ öffnet wieder

Bremen als Video-Collage

Zwei Schauspielerinnen sitzen an einem Tisch.
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Sketch im Freien: Ramon Locker (Nomena Struß, l.) will die Architektur-Professorin (Frauke Wilhelm) überreden, eine „Bierkirche“ zu bauen.

In die temporäre Hafenbar „Golden City“ ist wieder Leben eingekehrt. Ihre Zelte haben Ramon, Ramona und Egon auf dem alten Kellogg-Areal aufgeschlagen.

Bremen – Das „Golden City“ ist wieder da und mit neuem Standort auf dem ehemaligen Kellogg-Areal gar nicht mal so weit weg von seinem einstigen Standort am Europahafen, passend für eine temporäre Hafenbar. Es gibt sogar zwei Bühnen, eine draußen, eine drinnen. Mit 100 Besuchern ist es unter Corona-Bedingungen recht voll geworden bei der Eröffnung am Donnerstagabend.

Im Zentrum der Show steht das Video „Traumweltstadt“ eine Collage von Bremern über Bremen um dem eigens dafür komponierten Song „Wir singen die Stadt“. Es besteht aus eingesandten Video-Clips, in denen die Einsender verschiedene Vorgaben umsetzen. Das Video ist auf der Homepage des „Golden City“ zu sehen.

Alle, die einen Soloteil im Video haben, sind zur Eröffnung da und singen live, zunächst einzelne Passagen drinnen, dann läuft das etwa 15-minütige Video ganz durch, die Sänger agieren auf der Bühne draußen. Mit Sonnenbrille eine coole Erscheinung ist der Künstler „FERD“, der seinen Text rappt und ein fantastisches Gitarren-Solo hinlegt. „Wir tanzen die Stadt kühl und hanseatisch, nicht lateinamerikanisch“, heißt es in seinem Text. „Mein Herz gehört an diesen Ort“ singt Manuela Fischer, die nicht nur auf Deutsch, sondern auch auf Französisch singt. Dem Publikum gefällt der Abend, so auch Stammgast Heike (52). Sie mag den neuen Standort und das „Golden City“, weil hier die schrägsten Ideen umgesetzt werden könnten.

Gäste mit Solopassagen: In dem Video „Traumweltstadt“ auf der Innenbühne des „Golden City“ spielen Sema Mutlu (v.l), Ramona Ariola (Frauke Wilhelm), „FERD“, Dadda Dice, Tommy Vercetti und Manuela Fischer mit.

Rap plus Gitarren-Solo

Frauke Wilhelm und Nomena Struß zeigen einen Sketch. Es handelt sich um einen Text des „Höher-Schneller-Weiter“, dass auch die Überseestadt erfasst habe, so Wilhelm. Der Sketch basiere auf der Groteske „Eine Bierkirche“ von Christian Morgenstern. „Wir haben kaum etwas ändern müssen.“ Es handelt sich um einen Blick in eine mögliche Zukunft, in der Ramon Locker ein erfolgreicher Kleinunternehmer geworden ist und eine Bierkirche in der Überseestadt bauen will. Dafür sucht er die Architektur-Professorin Gisela Meyerdierks (Frauke Wilhelm) auf. Ramon hat wie immer ein herrlich lockeres Mundwerk, auch als Erfolgsunternehmer. 120 Millionen, 380 Millionen, kein Problem. Er ist sich sicher, das Geld kommt wieder rein. „Die Bremer sind ein Schlag, mit dem sich leben lässt.“ Ihn irritiert auch kaum, dass die Professorin nicht mitmacht und keine Chance für eine Genehmigung der Bierkirche sieht. „Geld ist Macht. Die Macht ist alles“, sagt Ramon.

Das Gelände wurde von der Projektgesellschaft „Überseeinsel“ zur Verfügung gestellt. Auf dem Gelände war ab 1843 der erste AG-„Weser“-Werftstandort, später die Atlas-Werke. Das „Golden City“ habe hier die alte Behausung aus der Zeit aufgestellt, als es am Europahafen gastierte. Innen ist Platz für bis zu 30 Leute, insgesamt können maximal 140 kommen. Neu ist eine App zur Kartenvorbestellung. Ein Vorteil: Wenn die Plätze draußen wegen schlechten Wetters nicht genutzt werden können, wird das über die App mitgeteilt.

30 Veranstaltungen bis September

Auf die Freunde der temporären Hafenbar „Golden City“ können sich auf ein vielfältiges Programm in diesem Sommer freuen. Knapp 30 Veranstaltungen finden noch statt. Heute ab 20 Uhr kann bei der „Golden-City-Lokalrunde“ mitgesungen werden. Auf dem Programm stehen Abba-Lieder. Sechs weitere „Lokalrunden“ finden bis Anfang September statt.

Die „Theaterpunk-Produktion“ ist vom 16. bis 18. Juli sowie am 2. September zu Gast. Beginn ist jeweils um 20  Uhr. Am 24. Juli steigt um 20 Uhr „Zehn – die große Geburtstagsshow“. Gefeiert werden die zehn Jahre, die Wilhelm, Struß und Egon Rammé unter dem Namen „RamonRamonaRammé“ gemeinsam musizieren.

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